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Die redaktionelle Komposition Num 10,29-11,34 markiert den negativen Beginn der nachsinaitischen Wüstenwanderung, ähnlich einem zweiten Sündenfall nach dem Bruch des Bundes in Ex 32-34. Diese Passage verbindet den nichtpriesterlichen Aufbruch vom Sinai mit zwei Murrerzählungen: der Tabera-Episode und der ironischen Wachtel-Erzählung. Der midianitische Schwiegervater Moses erscheint hier negativ, im Gegensatz zu vorherigen Darstellungen. Die Forderung des Volkes nach Fleisch verwandelt Mose, den Fürbitter Israels, in einen Ankläger Gottes. JHWH reagiert, indem er Unterstützer einsetzt, die, sofern sie seinen Geist haben, wirksam sind. Moses Zweifel an der göttlichen Macht führt zu einer Bestrafung durch JHWH, der eine Plage von Wachteln sendet. Die Ortsätiologien in Num 11,3.34 warnen vor Fehlverhalten und verankern diese Erinnerungen in der Wüste. Joachim Ecks Monographie ist die erste, die sich speziell mit diesen Erzähltexten befasst. Sie kombiniert synchrone und diachrone Ansätze und nutzt semiotische Konzepte zur Neuinterpretation. Eck entwickelt eine Hypothese zu den unterschiedlichen Namen des Schwiegervaters und analysiert die Beziehung zwischen Num 10,29-32 und Ex 18. Zudem identifiziert er ironische Elemente der Wachtel-Erzählung und bietet eine präzise Strukturanalyse, die eine Mose-kritische Tendenz aufzeigt, die bislang wenig Beachtung fand.
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Erzählungen am Beginn der nachsinaitischen Wüstenwanderung, Joachim Eck
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- 2025
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