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Psychopathologie bietet einen Begriffapparat zur Erfassung von Veränderungen, Störungen oder Krankheiten der Psyche. Ihr methodisches Verständnis ist umstritten und variiert je nach biologischen, psychologischen oder soziologischen Ansätzen. Ziel ist die begriffliche Erfassung psychischer Veränderungen, wobei Psychopathologie nicht als alternative Methode zu den Naturwissenschaften, sondern als Grundlagenwissenschaft der psychischen Verfasstheit fungiert. Die Untersuchung erfordert eine Methode, die sowohl die fachbegriffliche Erkenntnis als auch das Verhältnis der erkennenden Subjekte zu ihrem Gegenstand berücksichtigt. Der erste Teil des Buches präsentiert zentrale Kategorien der Psychopathologie und ihre transzendentalphilosophische Begründung, wodurch viele Methodenkonflikte als Dilemmata identifiziert werden. Am Beispiel des Wahnsyndroms wird eine fachbegriffliche Auflösung dieser Dilemmata angestrebt. Der zweite Teil thematisiert den spezifischen Charakter des Psychischen und kritisiert zirkuläre oder dogmatische Ansätze. Zudem werden gelungene Deutungsversuche und deren Anschlussfähigkeit untersucht. Die Begründung der Psychopathologie als Idee einer rationalen Psychologie erweist sich als fruchtbar. Kriterien für eine sinnvolle Begriffsbildung umfassen Transparenz in Bezug auf Intention, Intension und Extension sowie den Umgang mit Ungewissheit und die Relativität von Verstehensbemühungen.
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Reflexive Psychopathologie, Peter Schönknecht
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- 2023
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- (Hardcover)
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