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Die biographische Studie über Ludwig Curtius beleuchtet das Verhalten, die Mentalität und die Ideologien des (rechtsgerichteten) Bildungsbürgertums zwischen Kaiserreich und früher Bundesrepublik. Curtius, ein aktiver politischer Archäologe, ist ein prägnantes Beispiel für diese einflussreiche Gruppe. Seine Sozialisation und Karriere begannen im Kaiserreich, und als politischen Mentor wählte er Friedrich Naumann, in dessen Verein er seine ersten politischen Schritte unternahm. 1914 meldete er sich begeistert zum Kriegsdienst und erlebte den Ersten Weltkrieg als Artillerie- und Nachrichtenoffizier. Die Weimarer Demokratie bezeichnete er als "Irrtum wohlmeinender Theoretiker". Politisch aktiv in der DNVP, erlebte er das Ende der Republik als Direktor des DAI-Rom. 1937 wurde er von den Nationalsozialisten vorzeitig in den Ruhestand versetzt, lehnte sich jedoch teilweise an das Regime an und lebte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Rom. Nach 1945 beteiligte er sich am Selbstentschuldungsdiskurs der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit seiner Bestseller-Autobiographie. Das Bildungsbürgertum, eine der einflussreichsten Gruppen im Deutschen Reich, bestimmte die gesellschaftlichen Diskurse und legitimierte seine Bedeutung durch lebenslange Bildung und den humanistischen Bildungskanon. Curtius als Universitätsprofessor und Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts steht im Zentrum dieser Entwicklung, die über vier deutsche St
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Der Archäologe und Wissenschaftsmanager Ludwig Curtius (1874-1954) als exemplarischer Bildungsbürger, Marius Hirschfeld
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- 2024
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- (Paperback)
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