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Unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im März 1938 begann die brutale Ausgrenzung und Verfolgung der österreichischen Jüdinnen und Juden. Die Fluchtmöglichkeiten waren stark eingeschränkt, da viele Länder sich weigerten, sie aufzunehmen. Jüdische Organisationen versuchten, Kinder und Jugendliche durch Kindertransporte in Sicherheit zu bringen. Ihre Eltern trafen die schwere Entscheidung, ihre Kinder ins Ausland zu schicken, in der Hoffnung, selbst bald zu fliehen, was vielen jedoch nicht gelang. Der Kriegsausbruch im September 1939 beendete diese Bemühungen unwiderruflich. Viele Kinder blieben zurück und konnten Deportation und Ermordung nicht entkommen. Die Ausstellung thematisiert die Wiener Kinder, die zwischen Winter 1938 und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Herbst 1939 elternlos ins Ausland geschickt wurden. Die in Länder geflohenen Kinder, in die später die Nationalsozialisten einmarschierten, erlebten mehrfach Verfolgung, von der nicht alle überlebten. Großbritannien, das die meisten Kinder aufnahm, schien ein sicherer Hafen zu sein, doch bedeutete die Ankunft dort das Ende der Kindheit. In einem fremdsprachigen Land mussten die Kinder allein belastende Situationen bewältigen. Viele wurden von Pflegefamilien zu Pflegefamilien weitergereicht oder lebten in Heimen. Die Wiedervereinigung mit ihren Eltern war die Ausnahme, und während jüngere Kinder oft ihre Muttersprache verlernten, wurden älte
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Jugend ohne Heimat, Autorenkollektiv
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