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Die dunkle Seite der Demokratie

Eine Theorie der ethnischen Säuberung

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Mörderische ethnische Säuberungen sind die dunkle Seite der Demokratie, so die zentrale These dieses Buches. Ethnische Säuberungen haben sich parallel zur Demokratisierung entwickelt, und dem demokratischen Nationalstaat haftet ein organizistischer Nationalismus an, der Staatsvolk und ethnische Gemeinschaften gewaltsam vereinheitlichen möchte. Der Autor, Professor für Soziologie, bietet eine umfassende Studie zu ethnischen Säuberungen, die bedeutende Fälle wie den Siedlerkolonialismus in Nordamerika, den Völkermord an den Armeniern, die nationalsozialistische Vernichtungspolitik, kommunistische Gewalt unter Stalin, Mao und Pol Pot sowie den ethnischen Bürgerkrieg in Jugoslawien und den Genozid in Ruanda beleuchtet. Die historisch-soziologische Analyse zielt darauf ab, systematische Erkenntnisse und theoretische Erklärungen zu entwickeln. Der Autor fragt, wann ethnische Säuberungen stattfinden und wo organizistische Demokratie gefährlich wird. Er untersucht die Täter und deren Normalität. Mit einer Theorie der Entstehung des modernen Nationalstaats deutet er ethnische Säuberungen als Entwicklungstendenz der Moderne. Er warnt vor einer naiven Idealisierung der Demokratie und stellt fest, dass demokratische Nationalstaaten oft auf ethnisch gesäubertem Boden errichtet wurden. Der Prozess der Schaffung ethnisch homogener Staaten ist vor allem auf der Südhalbkugel noch nicht abgeschlossen.

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Die dunkle Seite der Demokratie, Michael Mann

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2007
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