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- 788 Seiten
- 28 Lesestunden
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Der Band untersucht die Rezeption von Theodor W. Adornos Psychoanalyse im Nachkriegsdeutschland, die für eine ganze Generation von Studenten prägend war. Diese wird heute oft als überzogen und realitätsfremd kritisiert. Der Ausgangspunkt ist der 1952 veröffentlichte Aufsatz "Die revidierte Psychoanalyse", in dem Adorno eine auf therapeutische Praxis ausgerichtete Lesart kritisiert, die Freuds Wahrheit im Sinne einer soziologischen "Verbesserung" einschränkt. Dieses Urteil richtet sich insbesondere gegen Erich Fromm, Karen Horney und andere "Revisionisten" und wird von Adorno und seinen Schülern in einem entschiedenen Gestus wiederholt. Wolfgang Bock zeigt, dass es unveröffentlichte englische Manuskripte zu diesem Aufsatz gibt, die sich auf zwei bisher unberücksichtigte Kontexte beziehen: Walter Benjamins Gesellschaftstheorie und die faschistische Praxis des arisierten Berliner Instituts für Psychoanalyse während der NS-Zeit. Das Buch dokumentiert die verschiedenen Fassungen und erläutert die Entwicklung vom Vortragsmanuskript zur späteren deutschen Übersetzung. Es wird deutlich, dass Adorno in den frühen Fassungen offener argumentiert und damit seinen späteren Kritikern näher ist, als diese annehmen. Das Bild von Adornos Umgang mit der Psychoanalyse muss somit selbst revidiert werden.
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Dialektische Psychologie, Wolfgang Bock
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- Erscheinungsdatum
- 2017
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