
Parameter
- 180 Seiten
- 7 Lesestunden
Mehr zum Buch
Als am 17. Oktober 2023 eine Bombe auf dem Gelände des Al-Ahli-Hospitals in Gaza explodierte, machten Medien weltweit Israel verantwortlich – zu Unrecht, wie sich später herausstellte. Auch als erste Stimmen dem jüdischen Staat einen Genozid an den Palästinensern vorwarfen, übernahmen zahlreiche Zeitungen und Sender das Narrativ bereitwillig. Ausgewählte Experten bestätigten diese Sichtweise. Gegenpositionen tauchten kaum auf. Meinungen wurden zu Fakten. Wie entstehen Deutungen von Krieg – besonders im Nahen Osten? Warum setzen sich bestimmte Erzählungen so schnell durch? Und was geschieht, wenn Journalisten Komplexität nicht mehr abbilden, sondern sich anhand vermeintlich moralischer Kriterien entscheiden, was sie berichten und worüber sie schweigen? Rudolf Augsteins Maxime „Sagen, was ist“ scheint vielerorts durch „Zeigen, was wir fühlen“ ersetzt worden zu sein. Anhand prägnanter Fallbeispiele untersucht Gunda Trepp die Mechanismen moderner Berichterstattung. Sie zeigt, wie politische Erwartungen, digitale Empörungsdynamiken und ein zunehmend aktivistisches Selbstverständnis vieler Medienakteure die Wahrnehmung prägen – und wie dabei die Grenzen zwischen Journalismus, Ideologie und Aktivismus verschwimmen. Unaufgeregt beschreibt sie den dadurch entstehenden Vertrauensverlust. Und warum Demokratien gerade jetzt unabhängigen, glaubwürdigen Journalismus brauchen.
Buchkauf
Blinde Flecken des Westens, Gunda Trepp
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2026
- Einband
- (Paperback)
Keiner hat bisher bewertet.
- Titel
- Blinde Flecken des Westens
- Untertitel
- Medien, Moral und ein missverstandener Konflikt
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Gunda Trepp
- Erscheinungsdatum
- 2026
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 180
- ISBN13
- 9783955657895
- Reihe
- Schlagwörter
- Sachbücher, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Politik, Narrativer Journalismus, Journalismus, Medien und Medienkommunikation
- Beschreibung
- Als am 17. Oktober 2023 eine Bombe auf dem Gelände des Al-Ahli-Hospitals in Gaza explodierte, machten Medien weltweit Israel verantwortlich – zu Unrecht, wie sich später herausstellte. Auch als erste Stimmen dem jüdischen Staat einen Genozid an den Palästinensern vorwarfen, übernahmen zahlreiche Zeitungen und Sender das Narrativ bereitwillig. Ausgewählte Experten bestätigten diese Sichtweise. Gegenpositionen tauchten kaum auf. Meinungen wurden zu Fakten. Wie entstehen Deutungen von Krieg – besonders im Nahen Osten? Warum setzen sich bestimmte Erzählungen so schnell durch? Und was geschieht, wenn Journalisten Komplexität nicht mehr abbilden, sondern sich anhand vermeintlich moralischer Kriterien entscheiden, was sie berichten und worüber sie schweigen? Rudolf Augsteins Maxime „Sagen, was ist“ scheint vielerorts durch „Zeigen, was wir fühlen“ ersetzt worden zu sein. Anhand prägnanter Fallbeispiele untersucht Gunda Trepp die Mechanismen moderner Berichterstattung. Sie zeigt, wie politische Erwartungen, digitale Empörungsdynamiken und ein zunehmend aktivistisches Selbstverständnis vieler Medienakteure die Wahrnehmung prägen – und wie dabei die Grenzen zwischen Journalismus, Ideologie und Aktivismus verschwimmen. Unaufgeregt beschreibt sie den dadurch entstehenden Vertrauensverlust. Und warum Demokratien gerade jetzt unabhängigen, glaubwürdigen Journalismus brauchen.