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Baader-Meinhofs Kinder

Die zweite Generation der RAF

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„Hitlers Kinder“ nannte Jillian Becker 1977 die linksterroristische Baader-Meinhof-Gruppe. Anlass war eine dramatische Flugzeugentführung, bei der zwei deutsche und fünf palästinensische Terroristen eine aus Tel Aviv kommende Passagiermaschine in Entebbe entführten. Die Täter forderten die Freilassung von 40 Gesinnungsgenossen aus israelischer Haft und trennten die jüdischen Passagiere von den anderen, bedrohten sie mit dem Leben. Ein Israeli zeigte eine Nummer, die ihn als ehemaligen Insassen eines deutschen Konzentrationslagers auswies, und stellte die Frage, wie so etwas im Nachkriegsdeutschland möglich sei. Wilfried Böse, einer der Täter, war irritiert und erklärte, dass sie als Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe eine marxistische Weltrevolution anstrebten. Für die israelischen Geiseln war dieser Unterschied kaum erkennbar. Becker argumentiert, dass sowohl die Nationalsozialisten der dreißiger Jahre als auch die Terroristen der siebziger Jahre Gewalt und Terror einsetzten, um ihren Willen durchzusetzen. Beide Gruppen teilten eine anti-liberale, antidemokratische Haltung und demonstrierten einen elitären Führungsanspruch.

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Baader-Meinhofs Kinder, Tobias Wunschik

Sprache
Erscheinungsdatum
1997
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(Paperback),
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Titel
Baader-Meinhofs Kinder
Untertitel
Die zweite Generation der RAF
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Tobias Wunschik
Erscheinungsdatum
1997
Einband
Paperback
Seitenzahl
514
ISBN10
3531130889
ISBN13
9783531130880
Reihe
Beschreibung
„Hitlers Kinder“ nannte Jillian Becker 1977 die linksterroristische Baader-Meinhof-Gruppe. Anlass war eine dramatische Flugzeugentführung, bei der zwei deutsche und fünf palästinensische Terroristen eine aus Tel Aviv kommende Passagiermaschine in Entebbe entführten. Die Täter forderten die Freilassung von 40 Gesinnungsgenossen aus israelischer Haft und trennten die jüdischen Passagiere von den anderen, bedrohten sie mit dem Leben. Ein Israeli zeigte eine Nummer, die ihn als ehemaligen Insassen eines deutschen Konzentrationslagers auswies, und stellte die Frage, wie so etwas im Nachkriegsdeutschland möglich sei. Wilfried Böse, einer der Täter, war irritiert und erklärte, dass sie als Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe eine marxistische Weltrevolution anstrebten. Für die israelischen Geiseln war dieser Unterschied kaum erkennbar. Becker argumentiert, dass sowohl die Nationalsozialisten der dreißiger Jahre als auch die Terroristen der siebziger Jahre Gewalt und Terror einsetzten, um ihren Willen durchzusetzen. Beide Gruppen teilten eine anti-liberale, antidemokratische Haltung und demonstrierten einen elitären Führungsanspruch.