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Der Chor zuerst

Institutionelle Strukturen und erzieherische Praxis der Regensburger Domspatzen 1945 bis 1995

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Elite-Chor und katholische Internatserziehung nach 1945 Unter den Domkapellmeistern Theobald Schrems und Georg Ratzinger wurden die Regensburger Domspatzen vornehmlich als weithin strahlendes kirchlich-bayerisches Kulturgut wahrgenommen und vermarktet. Lange Zeit weniger bekannt war der dahinter stehende institutionelle Schul- und Internatsapparat mit komplizierten Trägerstrukturen, internen Verwerfungen und erheblichen Problemen in der täglichen Erziehungspraxis. Dieses Buch fokussiert den Erziehungsalltag der Domspatzen, der durch ein eigentümliches Nebeneinander von Normalität, Förderung und Erfolg einerseits, Überforderung, Willkür und Missbrauch andererseits geprägt war und einen Resonanzboden für teilweise massive körperliche und sexualisierte Gewalt von Erziehenden an Schülern bot. Es zeichnet die institutionellen Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten nach, analysiert die Belastungen, die sich aus der Kombination strenger Erziehungsmaximen, schulischer Vorgaben und großem Probenaufwand ergaben, thematisiert die Rolle der Erziehenden (Präfekten) vor allem in Chor, Internaten und Vorschule und untersucht die Wahrnehmungs- und Mediengeschichte der Domspatzen-Institution sowie den Domspatzen-Skandal.

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Der Chor zuerst, Bernhard Frings

Sprache
Erscheinungsdatum
2019
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(Hardcover)
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Titel
Der Chor zuerst
Untertitel
Institutionelle Strukturen und erzieherische Praxis der Regensburger Domspatzen 1945 bis 1995
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Bernhard Frings
Erscheinungsdatum
2019
Einband
Hardcover
Seitenzahl
424
ISBN10
3791731203
ISBN13
9783791731209
Reihe
Beschreibung
Elite-Chor und katholische Internatserziehung nach 1945 Unter den Domkapellmeistern Theobald Schrems und Georg Ratzinger wurden die Regensburger Domspatzen vornehmlich als weithin strahlendes kirchlich-bayerisches Kulturgut wahrgenommen und vermarktet. Lange Zeit weniger bekannt war der dahinter stehende institutionelle Schul- und Internatsapparat mit komplizierten Trägerstrukturen, internen Verwerfungen und erheblichen Problemen in der täglichen Erziehungspraxis. Dieses Buch fokussiert den Erziehungsalltag der Domspatzen, der durch ein eigentümliches Nebeneinander von Normalität, Förderung und Erfolg einerseits, Überforderung, Willkür und Missbrauch andererseits geprägt war und einen Resonanzboden für teilweise massive körperliche und sexualisierte Gewalt von Erziehenden an Schülern bot. Es zeichnet die institutionellen Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten nach, analysiert die Belastungen, die sich aus der Kombination strenger Erziehungsmaximen, schulischer Vorgaben und großem Probenaufwand ergaben, thematisiert die Rolle der Erziehenden (Präfekten) vor allem in Chor, Internaten und Vorschule und untersucht die Wahrnehmungs- und Mediengeschichte der Domspatzen-Institution sowie den Domspatzen-Skandal.