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»Es ist ein Unmensch keines Mitleids fähig«

Shakespeares Shylock und der Antisemitismusvorwurf

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  • 53 Seiten
  • 2 Lesestunden

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Eine der großen Gestalten der Weltliteratur als Projektionsfläche antisemitischer Stereotype. Lange Zeit fand der Antisemitismusvorwurf gegen Shakespeares »Kaufmann von Venedig« wenig Beachtung: Er wurde übersehen, so lange antijüdische Ressentiments zum gesellschaftlichen Konsens gehörten - er wurde verleugnet, so lange Shakespeares Werk zum Ideal einer reinen Dichtungskunst stilisiert wurde. Nicht zufällig waren es dann vor allem jüdische Literaten, die mit der verklärenden Shakespearebegeisterung brachen und sich an der subtilen Ambivalenz seiner tragischen Komödie und seiner Figuren rieben - und dabei ihre jeweils spezifisch jüdische Erfahrung einfließen ließen. Diese Stimmen - von Heinrich Heine und Ludwig Börne über Gustav Landauer und Friedrich Gundolf bis zu Wolf Biermann und Stephen Greenblatt - sind die Belastungszeugen, die Stefana Sabin in ihrem Essay aufruft, um in Shakespeares Stück vor dem Hintergrund der historischen und der kulturellen Wirklichkeit seiner Entstehungszeit und der Geschichte der englischen Judenfeindlichkeit den darin aufscheinenden Antisemitismus nachzuweisen.

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»Es ist ein Unmensch keines Mitleids fähig«, Stefana Sabin

Sprache
Erscheinungsdatum
2012
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(Paperback)
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Titel
»Es ist ein Unmensch keines Mitleids fähig«
Untertitel
Shakespeares Shylock und der Antisemitismusvorwurf
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Stefana Sabin
Erscheinungsdatum
2012
Einband
Paperback
Seitenzahl
53
ISBN10
3835310321
ISBN13
9783835310322
Reihe
Schlagwörter
Kunst & Kultur, Theater
Beschreibung
Eine der großen Gestalten der Weltliteratur als Projektionsfläche antisemitischer Stereotype. Lange Zeit fand der Antisemitismusvorwurf gegen Shakespeares »Kaufmann von Venedig« wenig Beachtung: Er wurde übersehen, so lange antijüdische Ressentiments zum gesellschaftlichen Konsens gehörten - er wurde verleugnet, so lange Shakespeares Werk zum Ideal einer reinen Dichtungskunst stilisiert wurde. Nicht zufällig waren es dann vor allem jüdische Literaten, die mit der verklärenden Shakespearebegeisterung brachen und sich an der subtilen Ambivalenz seiner tragischen Komödie und seiner Figuren rieben - und dabei ihre jeweils spezifisch jüdische Erfahrung einfließen ließen. Diese Stimmen - von Heinrich Heine und Ludwig Börne über Gustav Landauer und Friedrich Gundolf bis zu Wolf Biermann und Stephen Greenblatt - sind die Belastungszeugen, die Stefana Sabin in ihrem Essay aufruft, um in Shakespeares Stück vor dem Hintergrund der historischen und der kulturellen Wirklichkeit seiner Entstehungszeit und der Geschichte der englischen Judenfeindlichkeit den darin aufscheinenden Antisemitismus nachzuweisen.