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Der wahre Figaro oder das falsche Faktotum

Neubewertung des Barbiere di Siviglia von Rossini

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Jeder Operngänger kennt die Geschichte des Barbiers von Sevilla, der als Titelfigur einer der meistgespielten Opern gilt. Der verschmitzte Barbier hilft dem etwas dümmlichen Tenor, seine Liebe zu gewinnen, und profitiert davon. Diese Sichtweise wird von Opernführern und Programmheften bestätigt. Doch aufmerksame Opernfreunde bemerken, dass Figaros Vorschläge im ersten Finale scheitern und das Glück der Verliebten letztlich Almavivas Geistesgegenwart zu verdanken ist. Die Intrige des zweiten Aktes – stammt sie vom Barbier oder vom Grafen selbst? Letztlich führt die Macht des gräflichen Titels und Geldes zum ersehnten Glück. Die Oper könnte auch „Die unnütze Vorsicht“ oder „Die mangelnde Pfiffigkeit“ heißen. Interessanterweise trägt sie nicht den gewohnten Titel, sondern „Almaviva“. Wenn Hörer diese Gedanken während des Vergnügens an der Oper haben, verdrängen sie sie schnell zugunsten des Wissens, dass der abfaulende Adel ohne das aufstrebende Bürgertum nicht agieren kann. Lamacchia überzeugt uns vom Gegenteil in einer amüsanten Monographie, die sowohl Opernfreunde unterhält als auch wissenschaftliche Interessen befriedigt.

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Der wahre Figaro oder das falsche Faktotum, Saverio Lamacchia

Sprache
Erscheinungsdatum
2009
Einband
(Paperback)
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Titel
Der wahre Figaro oder das falsche Faktotum
Untertitel
Neubewertung des Barbiere di Siviglia von Rossini
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2009
Einband
Paperback
Seitenzahl
344
ISBN10
3865833950
ISBN13
9783865833952
Reihe
Beschreibung
Jeder Operngänger kennt die Geschichte des Barbiers von Sevilla, der als Titelfigur einer der meistgespielten Opern gilt. Der verschmitzte Barbier hilft dem etwas dümmlichen Tenor, seine Liebe zu gewinnen, und profitiert davon. Diese Sichtweise wird von Opernführern und Programmheften bestätigt. Doch aufmerksame Opernfreunde bemerken, dass Figaros Vorschläge im ersten Finale scheitern und das Glück der Verliebten letztlich Almavivas Geistesgegenwart zu verdanken ist. Die Intrige des zweiten Aktes – stammt sie vom Barbier oder vom Grafen selbst? Letztlich führt die Macht des gräflichen Titels und Geldes zum ersehnten Glück. Die Oper könnte auch „Die unnütze Vorsicht“ oder „Die mangelnde Pfiffigkeit“ heißen. Interessanterweise trägt sie nicht den gewohnten Titel, sondern „Almaviva“. Wenn Hörer diese Gedanken während des Vergnügens an der Oper haben, verdrängen sie sie schnell zugunsten des Wissens, dass der abfaulende Adel ohne das aufstrebende Bürgertum nicht agieren kann. Lamacchia überzeugt uns vom Gegenteil in einer amüsanten Monographie, die sowohl Opernfreunde unterhält als auch wissenschaftliche Interessen befriedigt.