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Psychodynamische Psycho- und Traumatherapie

Konzepte - Praxis - Perspektiven [Fachtag "Alles Trauma - Oder?" am 29.09.2007 in Köln]

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Psychisches Trauma wurde lange Zeit in der wissenschaftlichen Diskussion vernachlässigt. In Fachbüchern aus Bereichen wie Psychiatrie, Klinische Psychologie oder Psychotherapie, die vor 1998 veröffentlicht wurden, findet sich der Begriff „Trauma“ oft nicht einmal im Sachregister. Praktiker sind jedoch täglich mit den Folgen traumatischer Erfahrungen ihrer Klienten konfrontiert. Die Gründe für diese Diskrepanz liegen in den Abwehrmechanismen, die sowohl Wissenschaftler als auch die allgemeine Bevölkerung gegen Trauma haben, insbesondere in der Tendenz zur Opferbeschuldigung. Fragen wie: „Warum war das Opfer zur fraglichen Zeit dort?“ oder „Sind Opfer nicht auch teilweise verantwortlich?“ verdeutlichen diese Problematik. Diese irrationalen Denkweisen sind tief im magischen Denken verwurzelt, nicht nur bei Unbeteiligten, sondern manchmal auch bei den Opfern selbst. Daher ist es wenig überraschend, dass der wissenschaftliche Diskurs oft von dieser Opferbeschuldigung geprägt war und teils weiterhin ist. Wenn Traumatisierung nicht ignoriert wird, wird häufig argumentiert, dass das Opfer eine Mitverantwortung trägt oder dass das Trauma aus der frühen Kindheit stammt oder auf eine problematische Persönlichkeitsstruktur zurückzuführen ist.

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Psychodynamische Psycho- und Traumatherapie, Gottfried Fischer, Peter Schay

Sprache
Erscheinungsdatum
2008
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(Paperback),
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Titel
Psychodynamische Psycho- und Traumatherapie
Untertitel
Konzepte - Praxis - Perspektiven [Fachtag "Alles Trauma - Oder?" am 29.09.2007 in Köln]
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2008
Einband
Paperback
Seitenzahl
229
ISBN10
3531161296
ISBN13
9783531161297
Reihe
Beschreibung
Psychisches Trauma wurde lange Zeit in der wissenschaftlichen Diskussion vernachlässigt. In Fachbüchern aus Bereichen wie Psychiatrie, Klinische Psychologie oder Psychotherapie, die vor 1998 veröffentlicht wurden, findet sich der Begriff „Trauma“ oft nicht einmal im Sachregister. Praktiker sind jedoch täglich mit den Folgen traumatischer Erfahrungen ihrer Klienten konfrontiert. Die Gründe für diese Diskrepanz liegen in den Abwehrmechanismen, die sowohl Wissenschaftler als auch die allgemeine Bevölkerung gegen Trauma haben, insbesondere in der Tendenz zur Opferbeschuldigung. Fragen wie: „Warum war das Opfer zur fraglichen Zeit dort?“ oder „Sind Opfer nicht auch teilweise verantwortlich?“ verdeutlichen diese Problematik. Diese irrationalen Denkweisen sind tief im magischen Denken verwurzelt, nicht nur bei Unbeteiligten, sondern manchmal auch bei den Opfern selbst. Daher ist es wenig überraschend, dass der wissenschaftliche Diskurs oft von dieser Opferbeschuldigung geprägt war und teils weiterhin ist. Wenn Traumatisierung nicht ignoriert wird, wird häufig argumentiert, dass das Opfer eine Mitverantwortung trägt oder dass das Trauma aus der frühen Kindheit stammt oder auf eine problematische Persönlichkeitsstruktur zurückzuführen ist.