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Neandertal

Die Geschichte geht weiter

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Im Sommer 1997 führten Archäologen am Ufer der Düssel Sondagen durch, um den Aushub der kleinen Feldhofer Grotte zu lokalisieren, in der 1856 der Neandertaler entdeckt worden war. Mit Hilfe alter Karten und früherer Sondagen gelang es Dr. Ralf W. Schmitz und Dr. Jürgen Thissen, etwa 50 Meter von der ursprünglichen Fundstelle entfernt, Reste von Höhlenfüllungen mit Besiedlungsspuren des eiszeitlichen Menschen zu entdecken. Diese Funde waren von Steinbrucharbeitern 1856 vor der Sprengung der Kalkfelsen herausgeschaufelt und am Düsselufer abgelagert worden, wo sie durch Sprengschutt vor Zerstörung bewahrt wurden. Neben Steinwerkzeugen und Faunenresten fanden die Ausgräber auch zahlreiche Fragmente von Menschenknochen. Besonders bemerkenswert war ein kleines Knochenfragment, das zweifelsfrei dem linken Oberschenkel des Neandertalers zugeordnet werden konnte. Schmitz und Thissen stießen zudem auf Knochenfragmente eines weiteren Menschen. In ihrem Bericht schildern sie die sorgfältige Planung und Hartnäckigkeit ihrer Arbeit sowie die dramatischen Umstände des Fundes. Sie erwecken historische Figuren wie die Steinbrucharbeiter und Wissenschaftler zum Leben und bieten einen Überblick über bedeutende frühmenschliche Fossilien und die Entwicklung der paläoanthropologischen Forschung. Ihre Geschichte und die des Neandertalers wird durch 14C-Datierungen, DNA-Analysen und eine zweite Grabungskampagne im Jahr 2000 fortgeschrieben.

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Neandertal, Ralf W. Schmitz, Jürgen Thissen

Sprache
Erscheinungsdatum
2002
Einband
(Paperback),
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Titel
Neandertal
Untertitel
Die Geschichte geht weiter
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2002
Einband
Paperback
Seitenzahl
327
ISBN10
3827413451
ISBN13
9783827413451
Reihe
Beschreibung
Im Sommer 1997 führten Archäologen am Ufer der Düssel Sondagen durch, um den Aushub der kleinen Feldhofer Grotte zu lokalisieren, in der 1856 der Neandertaler entdeckt worden war. Mit Hilfe alter Karten und früherer Sondagen gelang es Dr. Ralf W. Schmitz und Dr. Jürgen Thissen, etwa 50 Meter von der ursprünglichen Fundstelle entfernt, Reste von Höhlenfüllungen mit Besiedlungsspuren des eiszeitlichen Menschen zu entdecken. Diese Funde waren von Steinbrucharbeitern 1856 vor der Sprengung der Kalkfelsen herausgeschaufelt und am Düsselufer abgelagert worden, wo sie durch Sprengschutt vor Zerstörung bewahrt wurden. Neben Steinwerkzeugen und Faunenresten fanden die Ausgräber auch zahlreiche Fragmente von Menschenknochen. Besonders bemerkenswert war ein kleines Knochenfragment, das zweifelsfrei dem linken Oberschenkel des Neandertalers zugeordnet werden konnte. Schmitz und Thissen stießen zudem auf Knochenfragmente eines weiteren Menschen. In ihrem Bericht schildern sie die sorgfältige Planung und Hartnäckigkeit ihrer Arbeit sowie die dramatischen Umstände des Fundes. Sie erwecken historische Figuren wie die Steinbrucharbeiter und Wissenschaftler zum Leben und bieten einen Überblick über bedeutende frühmenschliche Fossilien und die Entwicklung der paläoanthropologischen Forschung. Ihre Geschichte und die des Neandertalers wird durch 14C-Datierungen, DNA-Analysen und eine zweite Grabungskampagne im Jahr 2000 fortgeschrieben.