Eliza, ein chilenisches Findelkind, wird eines Tages vor dem Haus der englischen Familie Sommers gefunden. Isabel Allende entführt uns ins Valparaíso des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte einer Frau, die zwischen zwei Kulturen aufwächst. Eliza wird von der resoluten Haushälterin und ihrer Adoptivmutter, Miss Rose Sommers, liebevoll umsorgt, während sie von Dienstboten und Lehrern in verschiedenen Künsten unterrichtet wird. Als sie sich in Joaquín verliebt, zieht es ihn, vom Goldfieber gepackt, nach Kalifornien. Als Eliza erkennt, dass ihre Beziehung Folgen hat, begibt sie sich heimlich und in Männerkleidung auf die Suche nach ihm. Sie tauscht ihr behütetes Leben gegen eines voller Unsicherheiten und Gefahren. Auf ihrer Odyssee findet sie nicht nur Joaquín, sondern auch zu sich selbst. Allende zeigt, wie Frauen lernen mussten, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien, um schließlich zu ihrer eigenen Identität zurückzukehren – diesmal ohne die Fesseln des Korsetts.
Die Familie Del Valle Reihe
Diese epische Saga zeichnet das Leben einer einflussreichen südamerikanischen Familie nach, in der sich politische Intrigen, romantische Beziehungen und übernatürliche Ereignisse verflechten. Jeder Band konzentriert sich auf eine andere Generation und andere Charaktere, doch alle sind durch ein starkes Familienerbe und Geheimnisse verbunden. Die Geschichten sind voller Leidenschaft, Verlust und der Suche nach Identität in einer turbulenten Geschichte. Dies ist ein epischer Roman für Leser, die Familiensagas mit einem Hauch von magischem Realismus schätzen.



Empfohlene Lesereihenfolge
Porträt in Sepia
- 460 Seiten
- 17 Lesestunden
Als Aurora del Valle den Schleier zerreißt, der über ihrer Herkunft liegt, hat sie bereits eine bewegte Kindheit und Jugend zwischen Kalifornien, dem Europa der Belle Époque und Chile hinter sich. Aufgewachsen ist sie im großzügigen und pompösen Haus ihrer Großmutter Paulina del Valle, die sie unter ihre Fittiche genommen hat, um sie "in die Welt einzuführen". Je mehr aber Aurora von der Welt kennenlernt, um so deutlicher wächst in ihr das Bedürfnis, aus eigener Kraft zu leben. Eine Kamera, die sie als Kind geschenkt bekommt, wird ihr nach und nach zur Leidenschaft und zum Mittel der Suche nach ihrer persönlichen Wahrheit. Wer waren ihr Vater, ihre Mutter, und woher kommen die Laute einer fremden Sprache, an die sie sich zu erinnern glaubt? Als sie auf einer Fotografie, die sie selbst gemacht hat, mit dem Verrat des Mannes konfrontiert wird, den sie liebt, entschließt sie sich, das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu erforschen.
Isabel Allende, geboren 1942 in Lima, ist eine der weltweit beliebtesten Autorinnen. Ihre Bücher haben sich millionenfach verkauft und sind in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden. 2018 wurde sie – und damit erstmals jemand aus der spanischsprachigen Welt – für ihr Lebenswerk mit der National Book Award Medal for Distinguished Contribution to American Letters ausgezeichnet. Isabel Allendes gesamtes Werk ist im Suhrkamp Verlag erschienen. Anneliese Botond (1922-2006) studierte und promovierte in Paris. Sie war als Lektorin und Übersetzerin für Französische und Lateinamerikanische Literatur tätig.