Gottes Kontinent?
- 399 Seiten
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Was hält die Zukunft für das Christentum in Europa bereit? Viele prognostizieren seinen Zusammenbruch unter dem Druck der Globalisierung, des westlichen Säkularismus und eines Anstiegs muslimischer Einwanderer, was die Vorstellung nährt, Europa könnte zu "Eurabia" werden. Philip Jenkins stellt diese Behauptungen in Frage und bietet eine differenzierte Sicht auf die religiöse Landschaft Europas. Er erkennt bestehende Spannungen an, argumentiert jedoch, dass die Erzählung von einem muslimisch dominierten Europa auf Mythen basiert, wie der Vorstellung, Muslime seien die einzigen neuen Einwanderer. Tatsächlich kommen auch Christen aus Afrika, Asien und Osteuropa in westliche Länder und bereichern das europäische Christentum mit lebendigen Glaubensüberzeugungen. Jenkins erkennt an, dass sowohl das Christentum als auch der Islam in einer säkularen Kultur vor erheblichen Herausforderungen stehen, doch anstatt zu schwinden, passen sich beide Glaubensrichtungen an. Obwohl die Kirchenbesuche zurückgehen, zeigen Zeichen anhaltender christlicher Loyalität, wie die Beliebtheit von Pilgerreisen, die Millionen anziehen – mehr als in früheren "Zeitaltern des Glaubens". Jenkins bietet eine hoffnungsvolle Perspektive auf die Widerstandsfähigkeit und Transformation des europäischen Christentums im Angesicht des Wandels.


