Das Heilige ist der geläufigen Wahrnehmung der Menschen weitgehend entschwunden. Umso erstaunlicher, dass im Werk Peter Handkes das Heilige ein strukturbildendes Element darstellt. Es fügt sich organisch ein in das Schreibprogramm, mit dem der Autor schon früh dem herrschenden Zeitgeist absagt: „Ich erwarte von der Literatur ein Zerbrechen aller endgültig scheinenden Weltbilder.“ Das Heilige gehört nicht zur Ordnung der Dinge, sondern zur Ordnung des Sehens. Es ist nicht interessant für das Wissen oder für die Ökonomie, sondern manifestiert sich, mit den Worten von Mircea Eliade, als „Realität, die von ganz anderer Art ist als die natürlichen Realitäten“. Handke will sie „umschreibend erzählen“ und in seinen Aufzeichnungen ihr Aufleuchten zur Sprache bringen. So erweisen sich seine Texte als eine Art Sehschule für das Heilige.
Willibald Hopfgartner Bücher




Die Bildsäule von Friedrich Gurschler im Friedhof von Partschins
- 48 Seiten
- 2 Lesestunden
"Dafür sorgen, dass in der Kirche wieder Christus geliebt wird, das ist die eigentliche Sendung des Franziskus für seine Zeit, und sie bleibt es bis heute." Willibald Hopfgartner Franz von Assisi beeindruckt und beeinflusst Menschen seit mehr als 800 Jahren. Seinen Gedanken zu Gottes- und Nächstenliebe, Armut und Gebet nachzuspüren, ist angesichts seiner Radikalität und des veränderten historischen Kontexts herausfordernd. Der Franziskanerpater Willibald Hopfgartner greift in kurzen Betrachtungen ausgewählte Themen des „Poverello“ auf und setzt sie in Beziehung zu unserem heutigen Welt- und Lebensverständnis. Als studierter Germanist, Philosoph und Theologe verknüpft er seine Ausführungen zudem mit zeitgenössischer Literatur und Spiritualität.
Das Franziskanerkloster in Bozen
- 48 Seiten
- 2 Lesestunden
Die Monographie zur Franziskanerkirche beleuchtet das Doktorenfresko (um 1500) mit den großen franziskanischen Lehrern des Mittelalters sowie wertvolle Fresken aus der Giotto-Schule (um 1320) und Malereien des 15. bis 17. Jh. Sie bietet Einblicke in die franziskanische Gedankenwelt und zeigt moderne Glasfenster von Josef Widmoser. Illustrationen stammen von Wilfried Bahnmüller.