Die Tabuisierung des Todes drängt Sterbende an den Rand der Gesellschaft und führt zu Angst und Hilflosigkeit. Annelie Keil und Henning Scherf fördern eine Gegenbewegung durch Hospizarbeit, Palliativmedizin und ehrenamtliche Hilfe. Sie reflektieren ihre Erfahrungen und rufen zu einer Kultur der Zuwendung auf.
Henning Scherf Bücher






»Dieses uneitle Reisebuch lehrt den Leser, wie man Zusammenarbeit leben kann. Es ist, neben vielen nützlichen, auch tröstlichen Reflexionen, ein an der Praxis orientiertes, illusionsfreies Plädoyer für eine weltoffene, dem Menschen zugewandte Perspektive.« (Stuttgarter Nachrichten)
Der großen Angst vor einer immer älter werdenden Republik stellt Henning Scherf sein eigenes Altersbild entgegen. Und eine alternative Lebensform, die er selbst in seiner Alters-WG praktiziert - sein ebenso persönliches wie politisches Buch jetzt im Taschenbuch.
Mehr Leben
- 159 Seiten
- 6 Lesestunden
Wer älter wird, kann Erfahrungen aus früheren Lebensphasen abrufen - ein innerer Reichtum, ein mehr an Leben und eine Grundlage für die Fähigkeit, sich in andere, gerade in Jüngere einzufühlen. Der Zusammenhalt der Generationen sorgt für den Zusammenhalt der Gesellschaft und ist die Antwort auf den demografischen Wandel. Eine älter werdende Gesellschaft birgt auch eine Chance für die Jüngeren: Das Innehalten, der körperliche Zwang zur Unproduktivität gibt die Freiheit zum Denken und Hinterfragen. Der Muße folgt das Maßhalten, ohne das unsere Weltgesellschaft nicht überleben kann.
Henning Scherf ist ü Älterwerden - das ist nicht nur eine demografische Frage. Mut und Optimismus gehören dazu. Jeder kann selbst etwas tun für sein Glück, davon ist er überzeugt. Hier erzählt er sein Leben, sagt, was ihn zuversichtlich stimmt und was ihn zornig macht. Ein Buch mitten aus dem Leben, über das Leben. Deutlich und authentisch. Eine spannende Bilanz.
Ich werde alt, was nun? Henning Scherf hat sich auf den Weg gemacht und untersucht, wie Menschen mit der Situation umgehen. Es ist eine Reise in die Wirklichkeit. Und eine Reise in die Zukunft: Nachdem er in „Grau ist bunt“ die glückliche Situation der „jungen Alten“ beschrieben hat, beschäftigt er sich jetzt mit dem hohen Alter und begegnet vielen Vorurteilen. Denn diese Lebensphase ist keinewegs nur von Verlusten, Schmerzen, Missachtung und Finanzproblemen geprägt. Zentrales Anliegen seines spannend und persönlich erzählten Buches - und Ergebnis seiner Reisen: Angst führt nicht weiter. Die geschenkten Jahre zu genießen und in Würde zu altern, das ist möglich. Wir müssen unser Altersleben aber am besten selber in die Hand nehmen. Je früher wir damit anfangen, desto besser. „Ich wünsche mir sehr, dass die Leser dieses Buches angeregt und neugierig werden auf das eigene Alter und auf das Zusammenleben mit alten und gebrechlichen Menschen und dass sie es schaffen, sich rechtzeitig ihr eigenes Altersleben so einzurichten, wie sie es sich vorstellen.“ (Henning Scherf)
Henning Scherf ist eine Leitfigur unserer Gesellschaft. Er stellt dem allgemeinen Pessimismus seine positive Sicht entgegen. Wir selbst sind die Lösung der Krise. Nicht: Jeder für sich und alle gegen jeden. Sondern: Helfen, gegenseitige Unterstützung tut not. Das gilt im Kleinen und Grossen, in der Familie, in der Nachbarschaft, in der ganzen Gesellschaft. Henning Scherf erzählt von eigenen Erfahrungen, er holt Menschen aus ihrer Anonymität und zeigt: Jeder von uns ist auf Hilfe angewiesen. Und wer gibt, erhält doppelt zurück. Nur in einer solchen Gesellschaft können wir die Krise meistern.


