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Stefan Winterstein

    Stefan Winterstein, geboren in Wien, hat Germanistik und Philosophie studiert. Er verbindet seine Forschung in der Literaturwissenschaft und seine Tätigkeit als Redakteur mit einer aktiven Mitgliedschaft in der Heimito von Doderer-Gesellschaft. Seine Arbeit konzentriert sich auf ein tiefes Verständnis von Literatur und ihrem kulturellen Kontext. Er bringt seine Erkenntnisse in die redaktionelle Arbeit und in die akademische Welt ein und bereichert so den literarischen Diskurs.

    Dialekt | Dialect 2.0 & WBOE100. Kurzfassungen | Abstracts
    Die Strudlhofstiege
    Graekorömische und keltorömische Theonymik und Religion
    Versuch gegen Heimito von Doderer
    • Versuch gegen Heimito von Doderer

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Der Autor greift die in Vergessenheit geratene Ideologiekritik wieder auf, die in den 1970er Jahren versucht hat, den österreichischen Literaturkoloss Heimito von Doderer vom Sockel zu stoßen. Er problematisiert die konservativen Einschlüsse in dessen Romanwerk und stellt die von der Doderer-Forschung mühsam gezogene Grenze zwischen Konservatismus und faschistischer Verführung in Frage. Die Grundlage der Studie bildet eine Untersuchung der Schreckensfigur des Pedanten, die im 20. Jahrhundert in Menschen wie Eichmann oder Himmler in Erscheinung getreten ist. Doderer thematisiert das Pedanterie-Problem zur selben Zeit. Wie die Betrachtung des Romanwerks ebenso wie die überfällige Besichtigung seines Essays „Sexualität und totaler Staat“ zeigt, blieb jedoch das Unbehagen an der Zeitgeschichte und der persönlichen Verstrickung folgenlos – es mündete in die Verdrängung. Das literarische Werk hat an diesem Versäumnis Schaden genommen. Der hier vorgelegte Versuch, Doderer gegen den Strich zu lesen, ist ungnädig, aber nicht unversöhnlich.

      Versuch gegen Heimito von Doderer
      4,0
    • Die Strudlhofstiege

      Biographie eines Schauplatzes

      • 175 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Die Strudlhofstiege in Wien-Alsergrund wurde am 29. November 1910 eröffnet. Anlässlich ihres hundertjährigen Jubiläums wird dieses außergewöhnliche Bauwerk in einem eigenen Textbildband eingehend betrachtet. Der 1951 erschienene Roman von Heimito von Doderer hat dazu beigetragen, der bis dahin wenig beachteten architektonischen Struktur öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Straßentreppe, entworfen von dem weitgehend unbekannten Ingenieur Johann Theodor Jaeger, hat sich zu einem Ziel für ein internationales Publikum entwickelt, das über die Leserschaft des Autors hinausgeht. Heute gilt die Strudlhofstiege als literarisches Denkmal Wiens und bleibt zugleich ein Rückzugsort im urbanen Umfeld sowie ein beliebtes Motiv in der Kunst. Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte: „1910 (Errichtung)“, „1951 (Entdeckung)“ und „1951–2010 (Wahrnehmungen)“. Es enthält Essays, Aufsätze und Bilder zur Treppe, ihrer Baugeschichte und Doderers Roman. Rund 40 Künstler präsentieren ihre Sicht auf die Strudlhofstiege. Die Rezensionen loben das Werk für seine liebevolle Recherche und die Verbindung von Wiener Geschichte mit künstlerischen Darstellungen. Es wird als Hommage an ein Bauwerk beschrieben, das zur Pilgerstätte für Literaturbegeisterte geworden ist. Der Band bietet nicht nur literaturhistorische Einblicke, sondern enthält auch soziale und politische Aspekte, die ihn zu einem empfehlenswerten Geschenk für politisch interessierte

      Die Strudlhofstiege