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Ingolf U. Dalferth

    9. Juli 1948

    Ingolf U. Dalferth ist ein Religionsphilosoph, dessen Werk tiefgreifende Fragen des Glaubens und der Existenz beleuchtet. Sein Ansatz ist bekannt für seine Strenge und intellektuelle Tiefe. Dalferth erforscht die Beziehung zwischen Theologie und Philosophie und bietet neue Perspektiven auf traditionelle religiöse Konzepte. Seine Schriften sprechen Leser an, die eine tiefgründige Betrachtung des menschlichen Seins und geistiger Wahrheiten suchen.

    Jenseits von Mythos und Logos
    Leiden und Böses
    Das Böse
    Sünde
    Hoffnung
    God first
    • God first

      Die reformatorische Revolution der christlichen Denkungsart

      Die Reformation war nicht nur ein historisches Ereignis, sondern eine spirituelle Revolution, die durch die befreiende Erkenntnis geprägt war, dass Gott in seiner Schöpfung als Kraft der Veränderung zum Guten gegenwärtig ist. Diese Einsicht führte zu einer existenziellen Neuausrichtung des Lebens an Gottes Gegenwart und zu einer grundlegenden Umgestaltung traditioneller religiöser Denksysteme. Die Reformatoren orientierten alles Denken, Erfahren und Tun kompromisslos an der schöpferischen Präsenz Gottes, was die christliche Lebens- und Denkweise revolutionierte. Das Buch des international anerkannten Systematikers und Religionsphilosophen Ingolf U. Dalferth untersucht, was es bedeutet, Gott theologisch vom Kreuzesgeschehen her zu denken. Es entfaltet den christlichen Monotheismus nicht als ein System der Gewalt gegen Andersdenkende, sondern als eine Lebensform radikaler Freiheit und Liebe, die sich als Resonanz der Gnade Gottes versteht. Diese Perspektive bietet eine tiefere Einsicht in die protestantische Theologie und die transformative Kraft des Glaubens, die den Menschen in seiner Beziehung zu Gott neu definiert.

      God first
      5,0
    • Hoffnung

      • 228 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Hoffnung ist nicht primär ein Zukunftssinn, sondern unser Sinn für die Möglichkeit des Guten. Diese Studie analysiert das facettenreiche Phänomen des Hoffens aus den unterschiedlichen Theorieperspektiven der europäischen Denkgeschichte, um die Möglichkeiten und Grenzen des Hoffens kritisch zu erkunden und haltbare von fragwürdigen Formen des Hoffens zu unterscheiden. Argumente gegen das Hoffen werden ebenso diskutiert wie Argumente für das Hoffen. Es werden die Auffassungen des Hoffens als Tugend, als Passion, als Streben nach Glückseligkeit untersucht (Plato, Aristoteles, Thomas von Aquin, Descartes, Hobbes, Hume, Spinoza, Leibniz, Wolf). Es wird die Frage nach dem Recht der Hoffnung diskutiert (Kant) und der Versuch Kierkegaards analysiert, Hoffen als Modus der Liebe zu bestimmen. Es wird der philosophische Versuch rekonstruiert, Hoffnung als Prinzip zu denken (Ernst Bloch), und sein theologisches Pendant, eine Theologie der Hoffnung zu entwickeln (Jürgen Moltmann). Die These ist, dass Hoffen ein Grundphänomen des menschlichen Lebens ist, bei dem es nicht primär um die Zukunft geht, sondern das am besten als Sinn für die Möglichkeit des Guten verstanden werden kann.

      Hoffnung
      4,0
    • Sünde

      Die Entdeckung der Menschlichkeit

      • 432 Seiten
      • 16 Lesestunden
      Sünde
      3,0
    • Das Böse

      • 118 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Die Frage nach dem Ursprung des Bösen spielt nicht nur für die Theodizee ('Warum lässt Gott das zu?'), sondern auch für das Selbstverständnis des Menschen und die Beweggründe zu (un-)moralischem Handeln eine entscheidende Rolle. Was aber ist genau unter dem Bösen zu verstehen? Wo liegt sein Ursprung? Mit seinen drei Beiträgen, des Theologen und Religionsphilosophen Ingolf U. Dalferth, des früheren Dogmatik-Professors und jetzigen Bischofs Karl Kardinal Lehmann und des Orientalisten und Schriftstellers Navid Kermani, bietet dieser Band Antworten aus der Sicht verschiedener Konfessionen und Religionen. Dabei geht es u. a. um die Unterscheidung zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Übeln, um die Freiheit des Menschen und seine Verantwortung für das Böse und um die Tradition der Gottesklage im Islam. .

      Das Böse
      3,0
    • Leiden und Böses

      • 219 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Die verbreitete Meinung, boses Tun erfordere eine bose Absicht, ist nach Ingolf U. Dalferth eine 'fragwurdige Ubervereinfachung'. Der Primat des Bosen liegt nicht im Wollen, sondern in der Erfahrung des Bosen. Was zahlt, ist das Leiden der Betroffenen. Aber auch dieser Ansatz kann auf Abwege fuhren, wenn Leiden mit Bosem gleichgesetzt wird. An diesem Punkt beginnen die Uberlegungen der Studie. Fur Dalferth ist die entscheidende Frage, ob Leiden in jedem Fall als Boses verstanden werden muss. Seine Uberlegungen veranschaulichen in praziser Sprache die zu Grunde liegenden aktuellen Lebensphanomene an gut verstandlichen Beispielen. Am Ende des Bandes werden Deutungs- und Bewaltigungsstrategien von Leiden und Bosem diskutiert, die den unverzichtbaren Beitrag des christlichem Glaubens zum Umgang mit Leiden und Bosem aufzeigen und auch fur Nichtchristen verstehbar machen. Die Studie ist wahrend des Aufenthalts von Dalferth am Wissenschaftskolleg zu Berlin (2005/2006) entstanden und in ihrer lebenspraktischen Ausrichtung ein hoch zu schatzender Gewinn fur alle Leserinnen und Leser.

      Leiden und Böses
    • Die uberkommenen Formen theologischer Lehre und Ausbildung in Deutschland stehen im Zuge der europaischen Ausbildungsharmonisierung vor folgenreichen Veranderungen mit moglicherweise weit reichenden institutionellen und rechtlichen Folgen fur die theologischen Fakultaten und Fachbereiche. Sollen die gegenwartigen Debatten nicht inhaltsfreie Studienreformspiele bleiben, ist es notig, sich uber Aufgaben und Ziele, Fragestellungen und Verfahren evangelischer Theologie grundsatzlich Gedanken zu machen. Die Studie versucht eine solche systematische Orientierung anhand der Frage, was evangelische Theologie - unabhangig von den spezifischen Orten, an denen sie gelehrt und praktiziert wird - eigentlich evangelisch und zur Theologie macht. Ingolf U. Dalferth versteht evangelische Theologie als Interpretationspraxis der christlichen Kommunikation des Evangeliums, und er beschreibt die zentralen Aufgaben theologischer Interpretation, die evangelische Theologie zu bearbeiten hat, wenn sie das sein will, als das sie sich evangelische Theologie.

      Evangelische Theologie als Interpretationspraxis
    • Deus Praesens

      Gottes Gegenwart und christlicher Glaube

      • 513 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Die Untersuchung beleuchtet die essentielle Rolle von Gottesgegenwart im christlichen Glauben und der Praxis. Ingolf U. Dalferth argumentiert, dass Gott nur dann als 'Gott' bezeichnet werden kann, wenn er sich selbst vergegenwärtigt. Ohne seine Präsenz existiert keine andere Wirklichkeit. Die Herausforderung besteht darin, dass Gott uns näher ist als wir uns selbst, was die Wahrnehmung und Verehrung Gottes komplex macht. Die Gedanken von Hölderlin über die Nähe und Unbegreiflichkeit Gottes werden aufgegriffen, um das Spannungsfeld zwischen Transzendenz und Immanenz zu verdeutlichen.

      Deus Praesens
    • Gegenwart

      Eine philosophische Studie in theologischer Absicht

      • 260 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Gegenwart ist keine Eigenschaft von Ereignissen oder des Erlebens von Ereignissen, sondern Teil einer Orientierungsstrategie in den Zeitstrukturen der Lebens- und Ereigniswelt. Zeit gäbe es auch, wenn es uns nicht gäbe. Von der Gegenwart lässt sich das nicht sagen. Zeit gibt es ohne uns, Gegenwart nur mit und durch uns. Und beides nicht ohne die Gegenwart Gottes.

      Gegenwart