Liebe fürchtet nichts
- 119 Seiten
- 5 Lesestunden







Der Dialog »De beata vita« ist der beredte Versuch, antikphilosophisches Denken mit dem christlichen Glauben zu versöhnen. Die Methode, Glauben durch Denken und, umgekehrt, Philosophie durch Religion wechselseitig zu interpretieren und zu bestimmen, gilt von Augustin an als legitim. Theologie und Religionsphilosophie sind damit im Grunde untrennbar geworden.
Seit Augustinus gibt es eine große europäische Tradition autobiografischen Erzählens. Das vorliegende Lesebuch versammelt die bedeutendsten Beispiele dieser Tradition. Im Zentrum steht dabei die voyeuristische Frage nach dem Ich: Was alles verbirgt sich hinter dieser Maske? Was ist Wahrheit, was Fiktion? Und wie einzigartig und frei ist dieses Ich eigentlich angesichts der Macht von Konventionen, die nicht nur die Lebensgeschichten, sondern auch das autobiografische Genre prägen? Mit Texten von Augustinus, Johann Wolfgang Goethe, Jean Paul und vielen anderen.