Saul Bellow Bücher
Saul Bellow (* 10. Juni 1915 als Solomon Bellows in Lachine, Québec, Kanada; † 5. April 2005 in Brookline, Massachusetts, USA) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Träger des Nobelpreises für Literatur. Seine mehrfach ausgezeichneten Romane, Erzählungen und Essays verschafften ihm die Anerkennung, neben Bernard Malamud und Philip Roth zu den bedeutendsten Vertretern der jüdisch-amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts zu zählen.







"Mehr noch sterben an gebrochnem Herzen" erzählt die Geschichte des Botanikers Benn Crader, der in Liebesangelegenheiten ahnungslos ist. Sein Neffe Kenneth beobachtet entsetzt die Heiratspläne seines Onkels mit der ehrgeizigen Matilda. Nach der Ehe flieht Benn vor familiären Konflikten und kehrt zur Wissenschaft zurück, während der Roman humorvoll und nachdenklich die Probleme unserer Zeit beleuchtet.
»Das beste Buch unseres größten Schriftstellers« Martin Amis Nach der von der Presse begeistert gefeierten Neuausgabe der drei großen Bellow-Romane erscheinen nun endlich die gesammelten Erzählungen des Literatur-Nobelpreisträgers in einem Band. Die Auswahl traf Saul Bellow noch selbst, die Übersetzungen wurden für diese Ausgabe überarbeitet. 2009 gab der Verlag Kiepenheuer & Witsch die drei großen Romane Saul Bellows neu heraus. Für seine Neuübersetzung von »Humboldts Vermächtnis« erhielt Eike Schönfeld den Preis der Leipziger Buchmesse, Henning Ahrens’ Übertragung von »Die Abenteuer des Augie March« pries Denis Scheck als »grandios, weil sich dem Original quecksilbrig anschmiegend« (Deutschlandradio). Parallel zum Romanwerk schrieb Saul Bellow zahlreiche Erzählungen. Im kleineren Ausschnitt begegnen uns auch hier die Romanthemen Bellows – die Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst, mit seinen eigenen Ungereimtheiten und mit den Rätseln, grausamen Realitäten und Merkwürdigkeiten der Welt um ihn herum. Der Band enthält, neben den großen, klassischen Erzählungen und Novellen, auch die Erzählung »Am St. Lorenz«, die hier zum ersten Mal in Buchform auf Deutsch vorliegt.
Zwei brillant geschriebene Novellen aus dem Alterswerk Saul Bellows, in denen uns ein 17-jähriger Jüngling aus Chicago und eine erfolgreiche New Yorkerin durch ihre Stadt und ihr Leben führen und in denen - wie immer bei Saul Bellow - Komisches und Tragisches, Witz und Melancholie dicht beieinander liegen. Mit stilistischer Brillanz bettet der Autor die Geschichten ein in eine Fülle von stimmungsvollen Beobachtungen und Figuren, die unvergeßlich charakterisiert sind. Ein großes Lesevergnügen.
Saul Bellow ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur und wurde 1976 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Für Philip Roth ist ›Humboldts Vermächtnis‹ die frechste von Bellows Komödien: Zwei Schriftsteller - zwei Schicksale. Der junge Charlie Citrine fährt Ende der 1930er Jahre von Chicago nach New York, um dort den großen und von ihm unendlich bewunderten Poeten Humboldt Fleisher kennenzulernen. Dieser führt ihn in die Literatenkreise ein. Eine tiefe Freundschaft beginnt, die aber schon bald zerbricht: Denn der egozentrische Humboldt verliert mehr und mehr an Ruhm, wohingegen Citrines Stern aufzusteigen beginnt. Lange nach Humboldts Tod taucht aus dem Nachlass ein Vermächtnis für Citrine auf…
"Von den 56 Jahren, die dieses spezielle Meisterwerk Bellows auf dem Buckel hat, spürt man nichts - außer der erneuten Gewißheit, dass an den großen amerikanischen Roman nicht dauern aufs Neue suchen muß, denn es gibt ihn längst. In diesem pikaresken Bildungsroman, der den dramatischen Lebensweg des jüdischen Knaben Augie March aus den Slums von Chicago über Mexiko und New York bis nach Paris schildert, kennt die Assoziations- und Sprachfreude des Autors nur die Grenze der Phantasie - und die hat bekanntlich keine." (Felicitas von Lovenberg)
Arthur Sammler ist polnisch-jüdischer Herkunft, war Jounalist in England und sieht seine Umwelt, die amerikanische Gesellschaft der sechziger Jahre, mit den Erfahrungen eines über Siebzigjährigen, der dem Tod schon mehrfach gegenüberstand, einmal als ein von Fanatikern Gejagter, als einziger Überlebender in einem Massengrab eines deutschen KZ's und verborgen in einer Grabkammer. Dem Familiensinn seines nur um einige Jahre jüngeren Neffens, eines vermögenden Chirurgen und Geschäftsmannes, verdanken er und seine exaltierte Tochter ihr jetziges Leben in New York. Beschrieben werden drei Tage dieses Lebens
Unbekannte Retter befreien den Juden Harry Fonstein während des Krieges aus einem italienischen Gefängnis und ermöglichen ihm die Flucht nach Amerika. Sie bewahren ihn so vor dem sicheren Tod in einem Konzentrationslager. Sein Leben lang sucht Fonstein nach diesen geheimnisvollen Rettern.
Moses Elkanah Herzog ist ein gebildeter Neurotiker und ein manischer Briefeschreiber. Sinn und Zweck der Briefe: Herzog will sich und seinen Adressaten die Welt erklären. Aber eines Tages stellt er inmitten eines Papierhaufens fest: er ist gescheitert, die Welt lässt sich nicht erklären. Mit einem feinen Gespür für die Bruchstellen der amerikanischen Gesellschaft und viel Galgenhumor hat Saul Bellow einen ramponierten Helden geschaffen, der versucht, mit sich und seiner Umgebung ins Reine zu kommen.



