Trotz der Krise institutionalisierter Religion beschäftigen religiöse Fragen das philosophische Nachdenken stärker denn je. Im Band werden unterschiedliche religionsphilosophische Zugänge gebündelt, die zugleich aktuelle Themen exemplarisch behandeln. Wichtige Zugänge aus der Philosophiegeschichte finden ebenso ihren Niederschlag wie politische oder kunsttheoretische Implikationen. Dadurch wird ein Überblick über gegenwärtige Debatten geboten, die nicht nur christliche Konfessionen, sondern auch andere Religionen einbeziehen. Nicht zuletzt geht es um Probleme möglicher Neuansätze phänomenologisch bestimmter Religionsphilosophie sowie um deren Bedingungen in der späten Moderne. Mit Beiträgen von Stefan Beig, Michael Blamauer, Hans Brandl, Reinhold Esterbauer, Wolfgang Fasching, Matthias Flatscher, Peter Gaitsch, Thomas Sören Hoffmann, Waldemar Jakimiuk, Branko Klun, Susanne Kummer, Sophie Loidolt, Gerhard Luf, Daniel Popelka, Markus Riedenauer, Martin Ross, Philipp Schmidt, Walter Schweidler, Günter Virt und Martin Weiß.
Reinhold Esterbauer Bücher





Den Menschen im Blick
- 610 Seiten
- 22 Lesestunden
Reinhold Esterbauer leitet das Institut für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz. Martin Ross ist Lehrbeauftragter für Ästhetik am Institut für Medien (Grafikdesign & Fotografie, Visuelle Kommunikation) der Kunstuniversität Linz.
Verlorene Zeit - Wider eine Einheitswissenschaft von Natur und Gott
- 296 Seiten
- 11 Lesestunden
Der Leib und seine Zeit
Temporale Prozesse des Körpers und deren Dysregulationen im Burnout und bei anderen Leiberfahrungen
- 424 Seiten
- 15 Lesestunden
Eine wichtige Aufgabe der phänomenologischen Auseinandersetzung mit Leibzeit besteht darin, Leiblichkeit in ihrer eigenen Bedeutung dem Bewusstsein gegenüber zur Geltung zu bringen und ihre genuinen Zeitstrukturen aufzuschließen. Die Verschränkung von Leiblichkeit und Zeitlichkeit steht im Zentrum der Reflexionen, die interdisziplinär (Philosophie, Sportwissenschaft, Psychiatrie, Erziehungswissenschaft) angelegt sind. Besonderes Augenmerk gilt den Störungen der Zeitlichkeit des Leibes, wie sie im Burnout auftreten.
Der Band enthält Beiträge, die sich mit theoretischen und praktischen Zugängen sowohl zu leiblich konstituierter Zeit als auch zu Leiblichkeit in ihrer zeitlichen Dimension beschäftigen. Es werden Überlegungen und Ansätze aus verschiedenen Disziplinen wie Philosophie, Sportwissenschaft, Tanztherapie und Soziologie vorgestellt und interdisziplinär miteinander ins Gespräch gebracht. Grenzerfahrungen wie Burnout oder Erschöpfung und dem Altern gilt dabei besonderes Interesse. Temporale Aspekte menschlicher Leiblichkeit sind einerseits für die Theoriebildung in der Phänomenologie richtungsweisend, da sie bislang von Raum-Perspektiven weitgehend verdrängt wurden. Andererseits helfen sie, grundlegende Prozesse des Burnout-Syndroms besser zu verstehen. Der interdisziplinär angelegte Band bietet Einsichten, die für die Theorie, Therapie und Prophylaxe von Burnout und anderen psychischen Störungen bedeutend sind. Neben leibphänomenologischen werden auch bewegungsanalytische und zeitdidaktische Erkenntnisse vorgestellt.