Das Buch, das nunmehr in der dritten aktualisierten und ergänzten Auflage vorliegt, bietet eine Einführung in das Forschungsgebiet der Militärsoziologie. Es richtet sich an Studierende wie an interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich einen Überblick über die aktuelle sozialwissenschaftliche Forschung zum Militär verschaffen wollen. Da sich unterschiedliche Fachdisziplinen mit dem Gegenstand ‚Militär‘ beschäftigen, ist der Band interdisziplinär ausgerichtet. Die Autorinnen und Autoren stellen in ihren Beiträgen zentrale Themen mit den entsprechenden Forschungsfragen und Untersuchungsansätzen vor und diskutieren die hierzu vorliegenden empirischen Befunde.
Nina Leonhard Bücher


Schriftenreihe des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr - 5: Vereint marschieren - Marcher uni
Die deutsch-französische Streitkräftekooperation als Paradigma europäischer Streitkräfte?
- 244 Seiten
- 9 Lesestunden
Die zwischenstaatliche Zusammenarbeit von Streitkräften ist kein neues Phänomen, hat jedoch in Europa in den letzten anderthalb Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewonnen. Für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gehört 'Multinationalität' zunehmend zum Alltag. Besonders hervorzuheben ist die Militärkooperation zwischen Deutschland und Frankreich, die von Anfang an ein politisches Projekt war und bis heute bleibt. Diese Zusammenarbeit ist mit Hoffnungen und Befürchtungen hinsichtlich Europas und des Integrationsprozesses verbunden. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der deutsch-französischen Militärkooperation ist daher besonders relevant. Das Buch zielt darauf ab, empirische Befunde zu nutzen, um die Faktoren, Mechanismen und Prozesse der Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Streitkräften zu beleuchten. Es liefert Erkenntnisse, die in die Diskussion über die Aussichten und Grenzen eines gemeinsamen Europas der Verteidigung einfließen können. Die Beiträge stammen aus einem deutsch-französischen Forschungsprojekt, das vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Strausberg und dem Centre d'études en sciences sociales de la défense in Paris initiiert und durchgeführt wurde.