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Manfred Mugrauer

    Öffentliches Eigentum - eine Frage von Gestern?
    Wirtschafts und Finanzkrisen im Kapitalismus. Historische und aktuelle Aspekte
    Österreich auf dem Weg in Militärbündnisse?
    Die Politik der KPÖ 1945-1955: Von der Regierungsbank in die innenpolitische Isolation
    Die Politik der KPÖ in der Provisorischen Regierung Renner
    Widerstand und Verfolgung in Rudolfsheim-Fünfhaus 1938-1945
    • Die erste Nachkriegszeit war das Jahrzehnt, in dem die Kommunistische Partei Österreichs den größten Einfluss auf die innenpolitischen Entwicklungen hatte. Die KPÖ nahm als gleichberechtigter Partner neben der Sozialdemokratischen Partei Österreichs und der Österreichischen Volkspartei an der ersten Regierung der Zweiten Republik teil. Dies war sowohl auf die Schlüsselstellung der sowjetischen Verwaltung als auch auf ihre Rolle im antifaschistischen Widerstand zurückzuführen. In den folgenden Jahren gestaltete die KPÖ ihre Politik zwischen den widersprüchlichen Polen von Regierung und Opposition und manövrierte zwischen der Rolle als „konstruktive Staatspartei“ und der Konfrontation mit den beiden Hauptparteien. Nachdem die Partei die Regierungsverantwortung aufgegeben hatte, änderte sich ihre Rolle von einer Regierungspartei zu einem Außenseiter im österreichischen Parteiensystem. Nun wurde das Gewicht der KPÖ durch den Kalten Krieg bestimmt; angesichts des antikommunistischen politischen Klimas war die KPÖ gezwungen, sich in Isolation zu begeben, die durch ihre Identifikation mit der sowjetischen Besatzungsmacht genährt wurde. Ab 1947 konzentrierte sich die KPÖ auf außerparlamentarische Aktivitäten, die ihren Höhepunkt in der Streikbewegung von September und Oktober 1950 fanden.

      Die Politik der KPÖ 1945-1955: Von der Regierungsbank in die innenpolitische Isolation
    • Am 26. Juli 1946 beschloss der Nationalrat mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und KPÖ das 1. Verstaatlichungsgesetz, mit dem die Schlüsselindustrien und österreichischen Großbanken verstaatlicht wurden. 1947 wurde die gesamte Elektrizitätswirtschaft in staatlichen Besitz überführt. Heute, über 60 Jahre danach, sind von den Verstaatlichungen nur noch marginale Reste in Form von ÖIAG-Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen wie AUA, OMV, Post AG und Telekom Austria übrig geblieben. Die Alfred Klahr Gesellschaft nahm im Juni 2006 gemeinsam mit dem KPÖ-Bildungsverein Steiermark den 60. Jahrestag des 1. Verstaatlichungsgesetzes zum Anlass, vor dem Hintergrund der seit 1987 währenden Reprivatisierungswelle die Aktualität von öffentlichem Eigentum in staatlicher und kommunaler Hand zu diskutieren. Der vorliegende Band vereint Statements und Referate dieser Konferenz mit weiteren Beiträgen und Dokumenten zum Thema.

      Öffentliches Eigentum - eine Frage von Gestern?
    • 90 Jahre KPÖ

      • 348 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Am 3. November 1918 wurde die Kommunistische Partei Österreichs gegründet, die damit eine der ältesten kommunistischen Parteien der Welt überhaupt ist. Anlässlich des 90. Jahrestages ihrer Gründung fand in Graz und Wien ein gemeinsames Symposium der Alfred Klahr Gesellschaft und des Bildungsvereins der KPÖ Steiermark statt. Der vorliegende Sammelband vereint die dortigen Referate mit neueren Einzelstudien zur Geschichte der KPÖ, die die Frühgeschichte der Partei in Graz, die Ereignisse in Wien am 15. Juni 1919, die Theaterarbeit der Partei in der Ersten Republik, den kommunistischen Widerstand in der Steiermark 1938 bis 1945, das kommunistische Exil in den USA, die Agrarpolitik der KPÖ Burgenland und die „Parteikrise“ der Jahre 1968 bis 1971 zum Gegenstand haben. Ein dritter Themenblock umfasst Beiträge zu einzelnen Politikfeldern und AkteurInnen, wie die Wissenschaftspolitik, die kommunistische Frauenpolitik, die Betriebsarbeit und die Politik der KPÖ Steiermark in der jüngeren Vergangenheit. Mit Beiträgen von Alexander Dinböck, Winfried R. Garscha, Heimo Halbrainer, Hans Hautmann, Ernest Kaltenegger, Christine Kanzler, Martin Krenn, Simon Loidl, Manfred Mugrauer, Gerhard Oberkofler, Franz Stephan Parteder und Irma Schwager.

      90 Jahre KPÖ