Cerstin Gammelin wandte sich nach dem Fall der Berliner Mauer der Welt des Journalismus zu, nachdem sie ursprünglich Materialwissenschaften studiert hatte. Als Autorin und freie Journalistin arbeitete sie zunächst für Fachmedien, bevor sie für renommierte Zeitungen wie die ZEIT, den Spiegel und die Financial Times Deutschland schrieb. Ihre Erfahrungen als Korrespondentin in Brüssel für die Süddeutsche Zeitung vertieften ihren Blick auf europäische Angelegenheiten. Gammelins Werk beleuchtet die komplexen Mechanismen von Macht und Einfluss im politischen und medialen Gefüge.
Mehrere tausend Abgesandte, Lobbyisten und Public-Affairs-Berater arbeiten in Berlin, um die Interessen der Wirtschaft bei der Regierung durchzusetzen - bis hin zu Formulierungshilfen bei Gesetzesentwürfen! Cerstin Gammelin und Götz Hamann wissen, was in Konzernrepräsentanzen und politischen Hinterzimmern vor sich geht, und enthüllen, wie Lobbyisten im Zentrum der Macht Einfluß nehmen.
Europa steht im Fokus: Zunächst die Krise, jetzt die Wahlen im Mai. Cerstin Gammelin (Süddeutsche Zeitung) und Raimund Löw (ORF) gewähren Einblicke hinter die Kulissen der EU. Anhand vertraulicher Protokolle schildern sie, wie 28 Staats- und Regierungschefs auf Gipfeltreffen um Staatsschulden pokern, Milliarden in Rettungsfonds fließen und Angela Merkel drastische Maßnahmen gegen Defizitsünder durchsetzen will. Sie zeigen, wie die Europäische Kommission zum Ziel von Lobbyisten wird und die Tabakindustrie sich das Wohlwollen der Mitgliedstaaten erkauft. Zudem beleuchten sie die Pläne für eine europaweite Sozialpolitik und die Möglichkeiten einer gemeinsamen Außenpolitik sowie die Bankenunion als Schritt in Richtung „Vereinigte Staaten von Europa“.
Die Gipfel-Protokolle ermöglichen einen nie dagewesenen Blick auf Merkel, Hollande und Faymann und liefern ein präzises Bild der Zeitgeschichte. Der Insider-Report über Europas Machtzentrale zeigt, wer tatsächlich das Sagen hat.
Die Berichterstattung wird als spannender Krisenbericht von kompetenten Journalisten beschrieben, der deutsche Leser über die problematischen Aspekte des Krisenmanagements aufklärt. Es wird gewarnt vor Extremisten und Egoisten, während die Zitate aus den Protokollen verdeutlichen, wie Staats- und Regierungschefs grundlegende Reformen der EU vermeiden. In einem Jahr der Europawahlen ist diese Analyse unverzichtbar und fordert eine tiefgehende Diskussion über
Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wird immer noch gefragt, wie »der Osten« so tickt. Warum eigentlich? Die Menschen dort haben friedlich die Mauer niedergerissen, unter schwierigsten Bedingungen eine Transformation vollbracht und vielfach Chancen für einen Neubeginn genutzt. Sie sind Vorreiter politischer Trends, haben verkrustete Strukturen der Bundesrepublik reformiert und verschaffen sich zunehmend selbstbewusst Gehör. Cerstin Gammelin, selbst ost-sozialisiert, versammelt Geschichte(n) und Analysen zu einer Neubewertung. Denn es ist höchste Zeit, den notorisch Unterschätzten eine Stimme zu geben.
Der Streit um Griechenlands Zukunft wird die europäische Krisenpolitik in den kommenden Jahren prägen. Wie kam es dazu und wer trägt die Verantwortung? Die Brüssel-Korrespondenten Cerstin Gammelin und Raimund Löw beleuchten die Vorgeschichte und das europäische Machtspiel. Anhand geheimer Protokolle zeigen sie, wie Merkel, Faymann und andere um Staatsschulden verhandeln, Rettungsfonds aufbauen und nationale Interessen gegeneinander ausspielen. Der Insider-Report bietet Einblicke in die Machtzentrale Europas und offenbart, wer tatsächlich das Sagen hat.
Die Analyse wird von prominenten Stimmen gelobt: Jürgen Habermas beschreibt das Werk als spannenden Krisenbericht, der deutschen Lesern die problematischen Aspekte des Krisenmanagements ihrer Regierung vor Augen führt. Jean-Claude Juncker vergleicht es mit einem Polit-Thriller und hebt die gut strukturierte, lesenswerte Analyse des Brüsseler Mikrokosmos hervor, die vor Extremisten und Egoisten warnt. Hugo Portisch betont, dass noch nie so umfassend aus den vertraulichen Protokollen der EU-Gipfel zitiert wurde, und zeigt auf, wie Staats- und Regierungschefs grundlegende Reformen der EU vermeiden. Robert Menasse sieht das Buch als notwendige Grundlage für eine tiefgehende Diskussion über das Europäische Projekt, das als menschengemachter und fehlerhafter Prozess verstanden werden muss.