Auch wenn die Perser im Alten Testament nur selten ausdrücklich erwähnt werden, hat doch die persische Periode (539-331 v. Chr.) dem alten Israel eine neue Gestalt gegeben. Die Heiligen Schriften sind entstanden, die Grundlagen für die jüdisch-christliche Tradition wurden gelegt. Darum liefern - entgegen herkömmlichen Einschätzungen - persische Politik, Kultur und Religion gleichsam das Bühnenbild, vor dem die entstehende jüdische Gemeinschaft auftritt. Neben der persischen Geschichte und Geisteswelt beschreibt Gerstenberger diesen sich über 200 Jahre spannenden Abschnitt der Geschichte Israels, die damals entstandene biblische Literatur (historische, prophetische und poetische Schriften, namentlich die Psalmen) sowie wichtige theologische Entwicklungen (u. a. Gestalt und Kennzeichen der jüdischen Gemeinde, Monotheismus, neue Elemente der Weltgestaltung).
Erhard S. Gerstenberger Bücher
20. Juni 1932 – 15. April 2023




Jahwe, ein patriarchaler Gott?
Traditionelles Gottesbild und feministische Theologie
- 171 Seiten
- 6 Lesestunden
Multiple essays on the Psalms by the influential Psalms exegete, Erhard Gerstenberger.
Yahweh the Patriarch
- 186 Seiten
- 7 Lesestunden
The book examines the evolution of Israel's understanding of God throughout the Hebrew Scriptures, highlighting women's significant roles in early cultic practices, particularly within domestic settings. It argues that societal changes in the sixth century, marked by upheaval and the rise of priestly authority, led to a redefinition of God as a male figure. The author investigates how women lost their influence in Israelite religious life and the transition of Yahweh from having a consort, Asherah, to becoming a singular, male deity.