Christiane Hoffmann Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





- 2022
- 2022
Alles, was wir nicht erinnern
Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters
Christiane Hoffmanns Vater floh Anfang 1945 aus Schlesien. 75 Jahre später begibt sich die Tochter auf denselben Weg, 550 Kilometer nach Westen. Auf ihrer Reise kämpft sie sich durch Hagelstürme und sumpfige Wälder, sucht Zuflucht in Kirchen und Küchen und führt Gespräche – sowohl mit anderen als auch mit sich selbst. Dabei erforscht sie die Geschichte ihrer Familie und die Narben, die der Krieg hinterlassen hat. In den 1970er Jahren sitzen die Kinder unter dem Tisch, während die Erwachsenen über ihre verlorene Heimat sprechen und ihre Verletzungen an die nächste Generation weitergeben. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Tochter in das schlesische Dorf zurück, das jetzt Rózyna heißt. Am 22. Januar 2020 bricht sie auf, um den Weg seiner Flucht noch einmal zu gehen. Was bleibt vom Fluchtschicksal? Wie gehen Familien und Gesellschaften, Deutsche, Polen und Tschechen mit der Vergangenheit um? Hoffmanns Buch bringt die Erinnerung an Flucht und Vertreibung ins 21. Jahrhundert und verknüpft ihre Familiengeschichte mit historischen Erzählungen. Es ist ein sehr persönliches Werk, das die Suche einer Tochter nach ihrem Vater und dessen Geschichte thematisiert. Ein berührendes und emotionales Buch über den Verlust von Heimat und dessen Bedeutung für nachfolgende Generationen.
- 2009
Frauengeflüster in der Sauna, von Aufseherinnen mit Kopftüchern und bodenlangen Mänteln belauscht, entrückte Gläubige am Grabmal der Fatima, Frauen, die verzweifelt versuchen, die Unterwerfung nicht als Unterwerfung erscheinen zu lassen, ein junger Mann, der ein Selbstmordattentat verüben will – dieses Buch geht sehr nah heran an ein Land, über das wir immer noch wenig wissen, obwohl es in aller Munde ist: Iran. Fünf Jahre hat Christiane Hoffmann als einzige deutsche Journalistin in Teheran gelebt. Ob auf der Entbindungsstation oder im Leichenwaschhaus, unmittelbar und zugleich einfühlsam beschreibt sie das Land. Dabei legt sie auch die persönliche Verwicklung und Verunsicherung einer westlichen Frau in einem muslimischen Land frei, die immer wieder an die Grenzen ihrer Toleranz stößt. Die enge Verbindung von Politischem und Privatem, sinnlichem Erleben und intellektueller Reflexion, verändern unseren Blick auf Iran nachhaltig und machen das Buch unvergesslich.
- 2008
Christiane Hoffmann, geboren 1967 in Hamburg, arbeitet seit 1994 als Journalistin für die F. A. Z. Nach vier Jahren als Korrespondentin in Moskau berichtete sie von 1999 bis 2004 aus Teheran. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Frankfurt und ist in der politischen Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung tätig. Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter.