Jeremy Bentham Bücher
Jeremy Bentham war ein einflussreicher Philosoph und Sozialreformer, der vor allem als Begründer des Utilitarismus bekannt ist. Sein Leitprinzip war das „größte Glück der größten Zahl“. Bentham setzte sich für radikale Reformen in den Bereichen Recht, Gefängniswesen und Bildung ein. In seinen Schriften kritisierte er Religion und religiöse Eide ausführlich und vertrat in diesem Zusammenhang die freie Meinungsäußerung.






Im »Panoptikum«, Jeremy Benthams idealem Gefängnis- und Erziehungsbau, werden die Delinquenten permanenter Überwachung durch einen Aufseher unterzogen, der im Mittelpunkt eines kreisförmigen Gebäudes sitzt. Aber zu welchem Zweck? Michel Foucault interpretierte in seinem Werk ›Überwachen und Strafen‹ (1975) Benthams Bau als Prototyp für die latente Perversion bürgerlicher Aufklärung, die Schizophrenie eines Liberalismus, der stets das Gute will und stets das Böse schafft. Aber stimmt das wirklich? Die erste deutsche Übersetzung von ›Panoptikum‹ offenbart die Aktualität von Benthams Gedankenwelt. Als Begründer des Utilitarismus und Anhänger des Wirtschaftsliberalismus war er davon überzeugt, dass der Kapitalismus der wahre Schlüssel zum Glück des Menschen ist – und nichts anderes als den Weg zum Glück wollte er mit dem »Panoptikum« jedem Menschen ebnen.
Unsinn auf Stelzen
Schriften zur Französischen Revolution. Herausgegeben von Peter Niesen
- 257 Seiten
- 9 Lesestunden
Diese Ausgabe versammelt erstmals auf Deutsch die Schriften von Jeremy Bentham, in denen er die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der Französischen Revolution scharf kritisiert. Er diskutiert politische Gleichheit, Verfassungsorganisation und äußert sich gegen französischen Kolonialismus, während er als konstruktiver Kritiker des Naturrechts auftritt.
Verteidigung des Wuchers
Worin die Unzuträglichkeit der gegenwärtigen gesetzlichen Einschränkungen der Bedingungen beim Geldverkehr bewiesen wird
- 156 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Analyse befasst sich mit der Kritik an den gesetzlichen Einschränkungen des Geldverkehrs und argumentiert für die Verteidigung des Wuchers. Der Autor beleuchtet die wirtschaftlichen und sozialen Implikationen dieser Gesetze und bietet eine fundierte Argumentation, die die Unzulänglichkeiten der damaligen Regelungen aufzeigt. Diese unveränderte Neuauflage der Originalausgabe von 1788 bietet einen historischen Einblick in ökonomische Theorien und deren Einfluss auf das Finanzwesen.
Grundsätze Der Criminalpolitik, 1838
- 184 Seiten
- 7 Lesestunden
Die kulturelle Bedeutung dieses Werkes wird von Wissenschaftlern anerkannt, da es einen wesentlichen Beitrag zum Wissen unserer Zivilisation leistet. Es wurde aus dem Originaldokument reproduziert und bleibt dem ursprünglichen Inhalt treu. Leser finden daher originale Urheberrechtsvermerke, Bibliotheksstempel und andere Notizen, die auf die wichtige Aufbewahrung in bedeutenden Bibliotheken weltweit hinweisen.
Jeremy Bentham (1748-1832), der berühmte Begründer des Utilitarismus, hinterließ mit seiner Schrift über das Verarbeiten, Ver-Wesen und Verwerten von Toten zu Gebrauch sowie Nutzen der Lebenden sein (literarisches) Testament. Der Text ist bis heute „unterdrückt“ worden und dürfte noch immer für viele Menschen schwer verdaulich sein. Dabei behandelt die Schrift ihr (Tabu-)Thema auf konsequente und humoristische Weise. Benthams Beitrag zur Nekro-Anthropologie ist einzigartig und sollte endlich von einer unbefangenen Leserschaft zur Kenntnis genommen sowie als besondere Anleitung aufgegriffen werden. Für den Leser bzw. die Leserin entsteht schließlich vielleicht „eine Poesie, die diese Begegnung umsetzte, dieses Tête-à-tête eines Lebenden mit einem Toten …“ (so Pierre Mertens in ‚Les Éblouissements‘, 2. Kap.).
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The Influence of Natural Religion on the Temporal Happiness of Mankind
- 152 Seiten
- 6 Lesestunden
Focusing on "natural religion," Jeremy Bentham critiques the idea that human reason alone can uncover God's will through nature. Writing under the pseudonym "Philip Beauchamp" due to its controversial nature, this 1822 treatise reflects Bentham's skepticism towards religion, aligning with his utilitarian philosophy that equates human happiness with a moral calculus of pleasure and pain. His analysis ultimately concludes that natural religion has a negative impact on human happiness, challenging the validity of faith-based claims.