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Anneli Schinkel

    Anneli Schinkel wurde in Korea geboren und kurz nach der Geburt ausgesetzt. Ihre frühe Kindheit in einem koreanischen Waisenhaus war prägend, bevor sie in jungen Jahren von einem deutschen Paar adoptiert wurde. Sie wuchs in Köln auf und studierte später in Tübingen. Ihre Werke erforschen oft Themen wie Identität, Zugehörigkeit und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt, wobei ihre persönlichen Erfahrungen mit Adoption und kulturellem Hintergrund in ihr Schreiben einfließen. Regelmäßige Reisen nach Korea bereichern ihre Perspektive und ihr literarisches Schaffen.

    Piercing in Deutschland. Eine historisch-analytische Betrachtung
    Seidentochter
    • Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 2, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, 106 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch. Abstract: Piercing ist in Deutschland ein aktuelles Thema, das zunehmend in der öffentlichen Wahrnehmung präsent ist, was sich in der Zunahme von Medienberichten und Ausstellungen zeigt. Immer mehr Jugendliche und Erwachsene tragen diesen besonderen Körperschmuck, der längst nicht mehr nur mit Punks oder bestimmten sozialen Gruppen assoziiert wird. Selbst im Einzelhandel ist Piercing weit verbreitet. Trotz des wachsenden Interesses gibt es wenig Literatur zu diesem Thema, das oft im Schatten von Tattoos steht. Erst im Rahmen der Gesundheitsreform erhielt das Piercing die nötige Aufmerksamkeit. Die Autorin untersucht die historische Entwicklung des Piercings in Deutschland seit dem 20. Jahrhundert und dessen Wandel von der Subkultur zum Modeartikel. Sie beleuchtet die Gründe für die Popularität des Piercings und dessen häufige Präsenz in bestimmten Subkulturen. Zudem bietet die Arbeit interessante Einblicke in die sozialpsychologischen und pathologischen Aspekte, insbesondere im Hinblick auf nonverbale Kommunikation, Selbstdarstellung und Körperzeichen. Ein besonderer Fokus liegt auf den pathologischen Aspekten bei Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und selbstverletzendem Verhalten, was das Thema besonders relevant und brisant macht

      Piercing in Deutschland. Eine historisch-analytische Betrachtung2007
    • Der Brief lag im März im Briefkasten meiner Eltern - ein Wunder, dass er uns noch erreicht hat, er war an unsere alte Adresse in Köln gerichtet, wo wir seit dreizehn Jahren nicht mehr wohnen. Der koreanische Staat ermöglicht dreißig Adoptierten aus der ganzen Welt, ihr Geburtsland kennen zu lernen und sich mit der Kultur des Landes vertraut zu machen - Anneli ist einundzwanzig, als dieser Brief in ihr Leben flattert, und schnell ist klar: sie wird die Einladung annehmen und ihr Geburtsland kennen lernen. Sie wird endlich spüren, wie es ist, einmal äußerlich nicht aufzufallen, Gleiche unter Gleichen zu sein. Und sie wird alles versuchen, um mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Sie tritt in einer koreanischen Familienshow auf, und dort erzählt sie das Wenige, das sie über die ersten Monate ihres Lebens weiß. Das Unglaubliche passiert: Ihre leiblichen Eltern erkennen sie wieder - sie ist das Kind, das sie jahrelang tot geglaubt hatten. Was nun folgt, ist der manchmal langsame, dann wieder extrem beschleunigte Weg einer Annäherung an eine doch sehr fremde Welt -

      Seidentochter2007
      3,9