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Christian Hardinghaus

    Christian Hardinghaus' Werk befasst sich mit Propaganda und Vorurteilen und untersucht kritisch, wie sich Fehlinformationen in der heutigen digitalen Landschaft verbreiten. Mit seiner Expertise in Geschichte und Medienwissenschaften analysiert er die komplexen Wege, auf denen sich Voreingenommenheit im digitalen Zeitalter verankern kann. Seine Forschung beleuchtet beunruhigende Muster im Online-Diskurs und unterstreicht die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit Informationen. Hardinghaus erforscht diese Themen auch durch seine belletristische Arbeit und bietet eine andere Perspektive auf gesellschaftliche Fragen.

    Ferdinand Sauerbruch und die Charité
    Verschollen in Panama
    Drei Tage im Feuer
    Die verlorene Generation
    Die verratene Generation
    Die verdammte Generation
    • Die verdammte Generation

      Gespräche mit den letzten Soldaten des Zweiten Weltkriegs

      Während Holocaust und Judenverfolgung ihren Platz in der Erinnerung haben, wurde oft vergessen, die deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs zu fragen, wie sie den Krieg erlebten. Dieses Versäumnis begann in den späten 1960er-Jahren, als Studenten ihre Elterngeneration pauschal als Nazis verurteilten. Differenzierte Betrachtungen unserer Geschichte scheiterten, und die Legende einer „sauberen Wehrmacht“ wurde zur einer von Verbrechen. Historische Erkenntnisse zeigen jedoch, dass nur ein kleiner Teil der Wehrmachtssoldaten an Kriegsverbrechen und dem Holocaust beteiligt war. Wenn wir dies anerkennen, können wir unseren Blick auf die Vergangenheit erweitern und uns selbst besser verstehen. Wer kennt das Gefühl, als Jagdflieger abgeschossen zu werden oder die Hitze in Afrika und die Kälte im Kessel von Stalingrad zu ertragen? Können wir weiterhin pauschal urteilen, wenn wir das Leid erfahren, das Ereignisse wie der Bromberger Blutsonntag oder die Rheinwiesenlager den deutschen Soldaten brachten? 13 Zeitzeugen der bedeutendsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs bitten darum, gehört zu werden. Sie öffnen sich und sprechen ehrlich über ihre Erlebnisse. Lassen Sie uns ihnen zuhören, anstatt sie zu verurteilen.

      Die verdammte Generation
      5,0
    • Die verratene Generation

      Gespräche mit den letzten Zeitzeuginnen des Zweiten Weltkriegs

      14 Millionen Deutsche wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben, über 2 Millionen ermordet und mindestens 2 Millionen Frauen und Mädchen vergewaltigt. Die Vertreibungsverbrechen und die alliierten Flächenbombardements mit 600.000 Todesopfern gelten als Tabuthemen, wobei der Großteil der zivilen Opfer weiblich war. In der Wissenschaft ist wenig über die Rolle der Frauen im Nationalsozialismus und ihren Einsatz im Krieg bekannt. Trotz der ideologischen Widersprüche zwangen die Nazis nahezu jede deutsche Frau in den Kriegsdienst. Millionen arbeiteten als Rüstungsarbeiterinnen, 1,5 Millionen als Wehrmachtshelferinnen oder Lazarettschwestern. Frauen litten unter Luftangriffen, trauerten um gefallene Ehemänner und waren die ersten Opfer der einrückenden Sowjetarmee. Nach dem Krieg kämpften sie mit unverarbeiteten Traumata, die oft von ihren Nachkommen ignoriert wurden. Historiker Christian Hardinghaus lässt in seinem neuen Werk 13 Zeitzeuginnen zu Wort kommen, die sowohl von den Nazis als auch von alliierten Soldaten missbraucht wurden und gesellschaftlich als Mittäterinnen eines Verbrecherregimes stigmatisiert sind. In umfassenden und mutigen Einleitungen widerlegt er Vorurteile und fordert ein Überdenken unserer Erinnerungskultur.

      Die verratene Generation
      4,9
    • Die verlorene Generation

      Gespräche mit den letzten Kindersoldaten des Zweiten Weltkriegs

      Hitlers letztes Aufgebot war minderjährig. Aufgepeitscht durch Kriegspropaganda, glaubten viele Hitlerjungen, sie könnten den Endsieg noch herbeiführen und Deutschland vor dem Untergang bewahren. Etwa 200 000 Luftwaffenhelfer ab 15 Jahren verteidigten schon 1943 deutsche Städte fast im Alleingang; im Herbst 1944 wurde der Volkssturm für alle ab 16 Jahren zur Pflicht, und 1945 missbrauchte die NS-Führung selbst 14-jährige als Lückenfüller und Kanonenfutter in Panzervernichtungstrupps. Allein in den letzten Kriegswochen fielen über 60 000 Kindersoldaten. Die Überlebenden leiden bis heute an verdrängten Kriegstraumata, und die meisten von ihnen konnten oder wollten nie darüber sprechen. Am Ende ihres Lebens berichten 13 Zeitzeugen unbeschönigt von ihren Kindheitserlebnissen während erbarmungsloser Kämpfe oder zermürbender Gefangenschaft. Gewohnt mutig, mit präziser historischer Einordnung und dem Blick auf gegenwärtige Spannungen widmet sich Christian Hardinghaus im dritten Teil seiner »Generationenreihe« den jüngsten Kämpfern des Zweiten Weltkriegs – den heute ältesten Mitgliedern unserer Gesellschaft.

      Die verlorene Generation
      4,7
    • Drei Tage im Feuer

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Mit dem Bombenregen über Dresden verändert sich die Welt für immer An einem kalten Februartag 1945 verloben sich Marta und Hermann auf der Aussichtsplattform der ehrwürdigen Dresdner Frauenkirche. Doch der wundervolle Tag endet in einer furchtbaren Nacht: Ein Bombenhagel geht auf das historische Dresden nieder! Das darauffolgende Inferno reißt das Paar auseinander. Drei Tage kämpft sich Marta allein durch die brennende Stadt und ist entsetzt: Das Dresden, das sie kannte und liebte, ist mitsamt der Frauenkirche zerstört. Die Ungewissheit quält sie: Hat ihr Verlobter sich retten können? Werden sie sich je wiedersehen? Berührend und mitreißend verwebt dieser historische Roman Realität und Fiktion. 80. Jahrestag am 13. Februar 2025

      Drei Tage im Feuer
      4,9
    • Ungeachtet seiner medizinischen Verdienste zählt Ferdinand Sauerbruch zu den umstrittensten Ärzten der Zeitgeschichte. In den Jahrzehnten nach dem Krieg dominierte ein positives Bild des Mediziners, der ab 1928 als Professor für Chirurgie an der Berliner Charité arbeitete. Dies förderte er selbst durch seine Biografie „Das war mein Leben“, in der er sich als »Halbgott in Weiß« inszenierte. Erst seit Beginn dieses Jahrhunderts wird dieses Bild erschüttert, da ihm Sympathie und sogar Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten vorgeworfen wird. Christian Hardinghaus hat für „Ferdinand Sauerbruch und die Charité“ neue, unveröffentlichte Quellen erschlossen, darunter das geheime Tagebuch von Sauerbruchs Assistenten Adolphe Jung, sowie zahlreiche Berichte, Briefe und persönliche Erinnerungen. Das Ergebnis ist die erste umfassende Biografie des Chirurgen und seine Rehabilitation: Sauerbruch unterstützte eine Widerstandsgruppe um den Spion Fritz Kolbe, die sich an der Charité gebildet hatte, und war in die Attentatspläne Stauffenbergs eingeweiht. Bis Kriegsende behandelte er nicht nur »verbotenerweise« Juden, sondern versteckte sie und andere Verfolgte des Naziregimes in der Charité vor der Gestapo. Diese neuen Erkenntnisse erfordern eine Neubewertung von Sauerbruchs Haltung gegenüber dem NS-Regime.

      Ferdinand Sauerbruch und die Charité
      4,4
    • Tunnel der Mutigen

      Roman | Historischer Roman über eine dramatische Flucht aus der DDR

      • 400 Seiten
      • 14 Lesestunden
      Tunnel der Mutigen
      4,0
    • Ein Held dunkler Zeit

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Im Winter 1941/42 kämpft Wilhelm Möckel, Unterarzt in der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 16, verzweifelt an der Südukraine. Sein Ziel ist das Eiserne Kreuz I. Klasse, um in den Offiziersrang aufzusteigen und beim Führer ein Gnadengesuch für seine halbjüdische Frau Annemarie einzureichen. Eine Ausnahme der Nazis könnte ihr „deutsches Blut“ zusichern, wenn er zum Helden wird. Wilhelm und Annemarie verlieben sich 1932, doch ihre glückliche Zeit wird von der politischen Lage überschattet. Mit Hitlers Machtübernahme 1933 beginnt die Verfolgung von Regimegegnern und „rassischen Minderheiten“. Trotz der Warnungen seines Zwillingsbruders Karl, der in der NSDAP Karriere macht, heiratet Wilhelm und bleibt seiner Frau treu, auch als er seine Kassenzulassung verliert. Um seine Familie zu schützen, meldet er sich freiwillig zum Kriegseinsatz, in der Hoffnung, durch hervorragende Leistungen eine Arisierung für sie zu erbitten. An der Ostfront beginnt im eisigen Winter die russische Gegenoffensive, während Annemarie und die Kinder zu Hause zunehmend von NSDAP-Anhängern bedrängt werden. Wird Wilhelm rechtzeitig sein Ziel erreichen?

      Ein Held dunkler Zeit
      4,0
    • Die Hexe von Norderney

      Thriller

      • 260 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Hochspannung zwischen Ebbe und Wut Ein rothaariges Mädchen wird tot im Watt von Norderney gefunden. Es ist Merle Onken, die seit zwei Tagen vermisst wird. Wie sich herausstellt, haben Mitschüler sie in einem verlassenen Bunker eingesperrt, um sie in einem bizarren Ritual auf eine Hexenprobe zu stellen. Alle glauben, Merle habe sich danach selbst das Leben genommen, nur ihre Mutter Gesa ist sich sicher, dass jemand ihr Kind getötet hat. Sie bittet den Bremer Kripo-Kommissar Carsten Kummer um Hilfe. Kummer ist ihr Ex-Liebhaber, und als sie ihm gesteht, dass Merle ihr gemeinsames Kind war, reist er auf die Insel und beginnt, sich in die Arbeit der dortigen Ermittler einzumischen. Als zwei weitere Teenager brutal ermordet werden, wird klar, dass ein Serienmörder am Werk ist. Und irgendwie deuten alle Spuren auf eine sagenumwobenen Gestalt aus der Inselvergangenheit hin: eine Hexe namens Dortje, die 1544 auf Norder neye Oog gelebt haben soll, könnte der Schlüssel zu allem sein. Ein nervenaufreibender Thriller voller Mysterien und irrer Wendungen vor schaurig maritimer Kulisse

      Die Hexe von Norderney
      1,0