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Philipp Mettauer

    Erzwungene Emigration nach Argentinien
    "Ostjuden" - Geschichte und Mythos
    • 2015

      Um 1900 erlebte die jüdische Welt Europas tiefgreifende Veränderungen. Pogrome und wirtschaftliche Not führten dazu, dass Tausende osteuropäische Jüdinnen und Juden nach Palästina, Amerika und in mitteleuropäische Metropolen migrierten. Dort begegneten die traditionell und religiös geprägten „Ostjuden“ den weitgehend integrierten „Westjuden“. In diesem neuen Umfeld wurden sie oft zum Objekt von Projektionen, die zwischen dem Klischee des rückständigen und dem Ideal des „authentischen“ Judentums schwankten. Der Tagungsband zur Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs dekonstruiert den Begriff „Ostjuden“ und beleuchtet jüdische Lebenswelten im Spannungsfeld von Selbstwahrnehmung und Fremdzuschreibung im globalen Kontext. Die Erkenntnisse aus Geschichte, Kultur- und Literaturwissenschaften hinterfragen statische Mythen und korrigieren aktuelle Stereotype. Beiträge thematisieren unter anderem die (Selbst-)Verortung osteuropäischer Juden, die Integration galizischer Juden in Wien, Begriffskonstruktionen des „Ostjudentums“, die Josephinische Toleranzpolitik und jüdische Familiengeschichten zwischen New York und Osteuropa. Der Band bietet somit einen facettenreichen Einblick in die komplexe Identität und die Herausforderungen der jüdischen Gemeinschaften im 20. Jahrhundert.

      "Ostjuden" - Geschichte und Mythos
    • 2010

      Erzwungene Emigration nach Argentinien

      Österreichisch-jüdische Lebensgeschichten

      • 230 Seiten
      • 9 Lesestunden

      In diesem Band werden die individuellen Erfahrungen von ÖsterreicherInnen, die während der NS-Zeit nach Argentinien vertrieben wurden, anhand einer umfassenden Auswahl von Interviewpassagen dargestellt. Von den geschätzten 2300 österreichischen Flüchtlingen konnten zwischen 2001 und 2003 noch 80 interviewt werden. Die Interviews konzentrieren sich auf Personen, die nicht berühmt wurden und deren Geschichten in anderen Publikationen fehlen. Eine breite Quellenbasis wird durch einen umfangreichen Briefwechsel, zahlreiche Dokumente und Archiv-Recherchen in Buenos Aires ergänzt. Die Schwerpunkte liegen auf der Sozialisation der Interviewten in Österreich, ihrem Leben bis zum »Anschluss« und dem Novemberpogrom 1938, der Beraubung und Vertreibung, den Emigrationsvorbereitungen, der Flucht sowie der Ankunft und Akkulturation in Argentinien. Ein weiterer Fokus ist das vielschichtige Verhältnis der EmigrantInnen zu Österreich und Argentinien, zu jüdischen Themen, Reisen in die »alte Heimat« und den Bemühungen um Entschädigungen. Fragen nach Brüchen, dem Neuanfang in einem fremden Land und der komplexen Identität, die oft mit Österreich verbunden ist, ziehen sich durch die Lebensgeschichten. Philipp Mettauer, geboren 1976 in Linz, hat Geschichte und Politikwissenschaft studiert und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Interviewer in verschiedenen Projekten tätig. Für dieses Werk erhielt er den Doc. Award 2008 der Universität Wien

      Erzwungene Emigration nach Argentinien