Gratis Versand in ganz Deutschland
Bookbot

Ross Macdonald

    13. Dezember 1915 – 11. Juli 1983

    Ross Macdonald, geboren als Kenneth Millar, war ein amerikanisch-kanadischer Meister der Kriminalliteratur, der vor allem für seine hartgesottenen Romane mit dem Detektiv Lew Archer bekannt ist. Sein Werk baut auf dem knappen Stil seiner Vorgänger auf und reichert ihn mit tiefem psychologischem Tiefgang und komplexen Charakteranalysen an. Macdonalds Handlungen decken oft komplizierte Familiengeheimnisse auf und tauchen tief in die verborgenen Dynamiken seiner Klienten und der Kriminellen ein, denen sie begegnen. Er verband geschickt das traditionelle Whodunit mit Elementen des psychologischen Thrillers und bot den Lesern sorgfältig ausgearbeitete Mysterien mit überraschenden Auflösungen.

    Schwarzgeld
    Camping im Leichenwagen.
    Der Drahtzieher
    Durchgebrannt
    Die wahre Mrs. Wycherly
    Unterwegs im Leichenwagen

    Kenneth Millar kam 1915 in Los Gatos (Kalifornien) zur Welt, er verbrachte jedoch seine ersten Lebensjahre bei seinen Eltern in Kanada. Nach der Trennung seiner Eltern hielt er sich bei Verwandten und in Internaten auf. Millar besuchte die Kitchener-Waterloo Collegiate and Vocational School, in den 30er Jahren studierte er in Ontario, Toronto und Michigan. Zwischendurch unterbrach er sein Studium und reiste durch Europa. Nach seiner Rückkehr heiratete er 1938 Margaret Sturm, später besser bekannt als die erfolgreiche Schriftstellerin Margaret Millar. Millar unterrichtete anfänglich Englisch und Geschichte an privaten Schulen und später an der University of Michigan. Von 1944 bis 1946 leistete er seinen Militärdienst in der US Navy Reserve. Am Ende seines Dienstes war er in Kalifornien stationiert und zog mit seiner Familie auch dorthin. Nachdem er sich ursprünglich John Macdonald genannt hatte, wechselte er sein Pseudonym zu Ross Macdonald, um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Krimi-Autor John D. MacDonald zu vermeiden. Ross Macdonald war Dozent an der University of Michigan, dort machte er 1951 seinen Abschluss. Zwischen den beiden schreibenden Eheleuten kam es wegen schriftstellerischer Konkurrenz zu Dissonanzen, unter denen ihre Tochter Linda litt, die in Alkoholabhängigkeit geriet und schließlich Suizid beging. Ross Macdonald begab sich daraufhin Ende der 50er Jahre in psychoanalytische Behandlung. Zentrales Thema der Detektivromane Macdonalds sind gestrauchelte Jugendliche und die Schuld ihrer Eltern. Die meisten Romane Macdonalds beinhalten verästelte, weit in die Vergangenheit zurückreichende kriminelle Verstrickungen, die vom Privatdetektiv Lew Archer aufgelöst werden. Macdonald führte somit als einer der ersten Krimiautoren der Gattung die Gedanken der Psychoanalyse zu. Neben Dashiell Hammett und Raymond Chandler gilt Ross Macdonald als einer der wichtigsten Vertreter der harten Schule des Detektivromans. James Ellroy nennt ihn als eines seiner Vorbilder. Zwei Lew-Archer-Romane wurden mit Paul Newman als Detektiv verfilmt (Harper, 1966 und The Drowning Pool, 1975); allerdings heißt der Ermittler in den Filmen aus rechtlichen Gründen Harper statt Archer. Ross Macdonald starb 1983 an der Alzheimer-Krankheit. Als er starb, war er Amerikas bekanntester Krimi-Autor. Er galt als Vielschreiber, so verfasste er innerhalb von 30 Jahren seinen letzten und damit vierundzwanzigsten Roman „The Blue Hammer“ (1976).

    de.wikipedia.org