Bevor die gebürtige Russin Gala Éluard im Sommer 1929 in Spanien den jungen Künstler Salvador Dalí kennenlernt und für ihn Mann und Tochter verlässt, genießt sie als einzige Frau im Kreise der Dadaisten und Surrealisten der Pariser Avantgarde einen besonderen Status als Muse mit Einfluss. Verheiratet mit dem Dichter Paul Éluard und in einer offenen Dreiecksbeziehung mit Max Ernst, bricht die willensstarke Gala schon früh mit den Konventionen ihrer Zeit. Ihr Geschäftssinn, ihre Klugheit und Durchsetzungskraft sind es, die Dalí nach einigen kargen Jahren zu großem Erfolg verhelfen. Mit unerschütterlichem Glauben an sein Talent ist Gala die treibende Kraft hinter dem Surrealisten. Für ihn bringt sie die mütterliche Fürsorge auf, die ihrer Tochter ein Leben lang verwehrt bleibt. Von Dalí wird sie vergöttert und in zahlreichen Werken verewigt – sie ist mehr als seine Geliebte und Quelle seiner Inspiration: »Gala hörte mich … Sie nahm sich die Macht, meine Beschützerin zu sein.« Gemeinsam erobert das exzentrische Paar nicht nur Paris, sondern bald auch die USA. Katja Kulin zeichnet das bewegende Porträt einer geschäftstüchtigen, selbstbewussten Frau und beleuchtet ihre Rolle an der Seite eines großen Künstlers. Von ihren Zeitgenossen oft noch als Hexe verschrien, ist Gala Éluard aus heutiger Sicht das frühe Beispiel einer emanzipierten Frau, die ihren Weg zielstrebig verfolgte.
Katja Kulin Bücher






Der andere Mann
Die große Liebe der Simone de Beauvoir
Simone de Beauvoir war eine große Analytikerin der Rolle der Frau in der Gesellschaft und in der Liebe. Aber sie war auch eine große Liebende. In ihrem biografischen Roman ›Der andere Mann‹ beleuchtet Katja Kulin die vielleicht widersprüchlichsten Jahre im Leben der französischen Ausnahmeautorin. Ihr berühmtestes Werk ›Das andere Geschlecht‹ entsteht Ende der 1940er-Jahre, während sie gleichzeitig erstmals eine Beziehung mit beinahe klassischer Rollenverteilung lebt. Es ist ihre Liebesgeschichte mit dem amerikanischen Schriftsteller Nelson Algren, dem anderen Mann im Leben der Simone de Beauvoir, neben Jean-Paul Sartre. Auch für Algren sind dies wichtige Jahre. Er schreibt den Roman ›Der Mann mit dem goldenen Arm‹ und erntet damit den erhofften Erfolg. Doch ein Zusammenleben ist für die Liebenden unmöglich. Simones Pakt mit Sartre verweist Nelson für immer auf den zweiten Rang. Für ihn wird die Beziehung auf Distanz schließlich unerträglich. Doch für beide bleibt es die leidenschaftlichste Liebe ihres Lebens. Simone de Beauvoir wird den Ring, den Algren ihr schenkte, bis zu ihrem Tod nicht mehr ablegen.
'Geliebte Orlando' erzählt von der Begegnung zwischen Virginia Woolf und Vita Sackville-West im Jahr 1922. Während Woolf am Anfang ihres Erfolgs steht, ist Sackville-West bereits eine erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter. Die Geschichte thematisiert Liebe, Freundschaft und sexuelle Befreiung sowie die künstlerische Inspiration zwischen den beiden Frauen.
Marlene Dietrich
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
1929 erlebt die junge Marlene Dietrich ihren internationalen Durchbruch mit »Der blaue Engel« und folgt Regisseur Josef von Sternberg nach Hollywood. Das Werben Nazideutschlands um ihre Rückkehr weist sie strikt zurück, geht stattdessen nach Paris und unter- stützt gemeinsam mit Jean Gabin – der großen Liebe ihres Lebens – Flüchtlinge und emigrierte Künstler aus Deutschland; später dann die amerikanischen Truppen an der Front. Katja Kulin porträtiert eine lebenshungrige, emanzipierte Frau, die im Film ihres Lebens viele Rollen perfekt in sich vereinte: verführerischer Vamp und burschikoser Kamerad, narzisstische Stilikone und selbstlose Mutter, Ehefrau und Geliebte.
Normal ist anders
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Die Liebe geht seltsame Wege. Manche davon führen direkt durch die Klapse. Lea kann nichts mehr schlucken. Kein Brot, keine Schokolade, kein Obst. Wenn sie ehrlich ist, will sie auch gar nichts mehr schlucken. Lea leidet unter panischer Angst vor dem Ersticken. Inzwischen ist die 26-Jährige so untergewichtig, dass sie sich entscheiden muss: Sterben oder Therapie. Sie entscheidet sich für Letzteres. In der Klinik werden aus den anfangs so skurril erscheinenden Mitpatienten bald gute Freunde, und ganz unerwartet passiert Lea auch noch das Normalste überhaupt: Sie verliebt sich. In den hochsensiblen Ben, der einen Sammelzwang hat. Er tut ihr gut, aber kann sie seine Liebe überhaupt zulassen? Und dann wird sie rückfällig ...
Das Buch, das Mut macht, den ganz eigenen kreativen Weg zu wagen »Dafür habe ich kein Talent« lautet die liebste Ausrede aller vergebenen Chancen. Wie viele Ambitionen wurden schon im Keim erstickt, von der empathielosen Lehrkraft, den eigenen Eltern oder dem Umfeld, das von gesellschaftlichen Standards geprägt ist? Doch die Wahrheit ist: Kein Mensch braucht Talent. Wer etwas Neues schaffen will, braucht nichts als Leidenschaft und den unbedingten Wunsch, zu lernen. Jeder Fehler hilft beim Besserwerden, jede Wiederholung macht es leichter. Die Revolution ist handgemacht, wer wüsste das besser als Volane, die als Autodidaktin zur erfolgreichen Malerin und zum Social-Media-Phänomen wurde. So geht kreatives Leben für Autodidakt*innen In Kunst ist keine Kunst zeigt sie am eigenen Beispiel und mit zahlreichen Übungen, wie Menschen jeden Alters durch Kreativitätstechniken Grenzen sprengen und ihren Weg finden können. Co-Autorin Katja Kulin hat dazu Funfacts und Anekdoten aus Kunst und Wissenschaft zusammengetragen, die belegen, dass nahezu nichts unmöglich ist. Wer sich mehr Kreativität im Leben wünscht, kann von Volane lernen, ungeheure Kräfte freizusetzen.