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Harald Fischer Tine

    Harald Fischer-Tinės Arbeit befasst sich mit der Geschichte der modernen Welt, insbesondere mit transnationaler und globaler Geschichte, Wissensgeschichte sowie der Geschichte des Kolonialismus und Imperialismus, mit einem Schwerpunkt auf Südasien. Seine Forschung beleuchtet die komplexen Verbindungen zwischen verschiedenen Kulturen und Wissenssystemen in einem globalen Kontext und untersucht, wie diese Interaktionen historische Entwicklungen geprägt haben. Er bietet Einblicke in die vielschichtigen Dynamiken von Imperien und deren Einfluss auf die Verbreitung von Ideen und Praktiken über weite Distanzen.

    Pidgin-Knowledge
    • 2013

      Pidgin-Knowledge

      Wissen und Kolonialismus

      • 100 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Harald Fischer-Tiné zeigt in seinem Essay die Grenzen der in der Wissenschaftsgeschichte lange verbreiteten eurozentrischen Diffusionsmodelle auf und demonstriert, dass wissenschaftliches Wissen kein topographisch lokalisierbares Zentrum besaß - auch nicht im scheinbar so eindeutig von der Dominanz des Westens geprägten 'kolonialen' 19. Jahrhundert. Konkret wird das praktische Potenzial neuer historischer Perspektiven aus Globalgeschichte und new imperial history für eine Bereicherung der Wissensgeschichte anhand eines Beispiels aus der Geschichte der Medizin fruchtbar gemacht: der Genese der westlichen (Kolonial-)Medizin in Britisch-Indien sowie der gleichzeitig stattfindenden Transformation lokaler südasiatischer Heiltraditionen. Wie Fischer-Tiné argumentiert, entstand in beiden Fällen ein von Anleihen und Übersetzungen geprägtes 'Pidgin-Wissen', das sich einer eindeutigen geographischen, kulturellen oder ethnischen Verortung entzieht.

      Pidgin-Knowledge