Wendy Brown diagnoses a late-modern nihilism that trivializes values-including truth itself-and reduces politics to narcissism and power-mongering. Rereading Max Weber, who saw a similar predicament in his own time, Brown seeks to reground political action in responsibility and reorient classrooms to the critical thinking citizens need today.
Wendy Brown Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Wendy L. Brown ist eine amerikanische politische Theoretikerin, deren Werk konventionelle Vorstellungen von Macht und Herrschaft in Frage stellt. Sie erforscht die Auswirkungen des Neoliberalismus auf Subjektivität, Kultur und das politische Leben und untersucht, wie die Marktlogik unsere Wünsche und Identitäten neu gestaltet. Browns rigorose Analyse bietet kritische Einblicke in die Kräfte, die die zeitgenössische Gesellschaft prägen.






Nihilistische Zeiten
Denken mit Max Weber | Plädoyer gegen die Entwertung von Wahrheit, Wissen und politischer Verantwortung
»Eine meisterhafte Interpretation Webers als auch ein dringend notwendiger Eingriff in den politischen Diskurs.« Rahel Jaeggi Warum ist die Politik heute ein Laufsteg eitler Demagogen und die Universität ein ideologischer Kampfplatz? Und was ist dabei aus der Wahrheit geworden? In ihrem neuen Buch entdeckt Wendy Brown den modernen Nihilismus als Ursache dieser Probleme: Er entzieht allen Werten einschließlich der Wahrheit die Grundlage; er hyperpolitisiert das Wissen und reduziert die politische Sphäre auf die Zurschaustellung von Narzissmus. Der Nihilismus macht das Tiefgründige trivial, die Zukunft egal und die Korruption banal. Auf der Suche nach Lösungen wendet sich Brown Max Webers berühmten Vorlesungen über Wissenschaft und Politik als Beruf zu, die dieser am Ende des Ersten Weltkriegs hielt. Darin beklagt nämlich schon Weber selbst die Auswirkungen des Nihilismus auf das wissenschaftliche und politische Leben in der Moderne und fordert eine Wiederherstellung der Wahrheit in der Wissenschaft und der Integrität in der Politik. Im Anschluss an Weber plädiert Brown dafür, das Wissen aus der Hyperpolitisierung zu befreien, und denkt über neue Wege verantwortlichen politischen Handelns nach. Vor allem aber fordert sie die Linke auf, ihrer Verpflichtung zu kritischem Denken gerecht zu werden, und entwirft eine radikaldemokratische Vision, die eine charismatische Führung nicht scheut.
Helen and Wendy invite readers to explore a nostalgic journey through Australia's past, highlighting the values of hard work and the importance of family and friendships. The narrative captures the challenges and rewards of life in a simpler era, offering a heartfelt reflection on community and resilience.
In the Ruins of Neoliberalism
- 264 Seiten
- 10 Lesestunden
Wendy Brown explains the hard-right turn in Western politics. She argues that neoliberalism's intensification of nihilism coupled with its accidental wounding of white male supremacy generates an apocalyptic populism willing to destroy the world rather than endure a future in which this supremacy disappears.
Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft: Die schleichende Revolution
Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerstört
- 333 Seiten
- 12 Lesestunden
Der Neoliberalismus bestimmt spätestens seit dem Ende des Kalten Krieges alle Gesellschaften der westlichen Welt. Aber was ist Neoliberalismus? Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown zeigt in ihrem scharfsinnigen Buch, dass er mehr ist als eine Wirtschaftspolitik, eine Ideologie oder eine Neuordnung des Verhältnisses von Staat und Wirtschaft. Vielmehr handelt es sich um eine Neuordnung des gesamten Denkens, die alle Bereiche des Lebens sowie den Menschen selbst einem ökonomischen Bild entsprechend verändert – mit fatalen Folgen für die Demokratie. Ein kritisches, ein aufwühlendes Buch.
Mauern
Die neue Abschottung und der Niedergang der Souveränität
Warum bauen immer mehr Staaten eine Mauer, wo doch zugleich im Zeichen von Globalisierung und digitaler Vernetzung seit Jahren eine Welt ohne Grenzen beschworen wird? Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown geht in ihrem preisgekrönten Buch dieser paradoxen Entwicklung auf den Grund. Ein US-Präsident, der verspricht, eine Mauer zwischen den USA und Mexiko zu bauen; rechtspopulistische Parteien, die die »Festung Europa« gegen Flüchtlinge absichern wollen; gewaltige Mauerbauprojekte zwischen Israel und Palästina, Südafrika und Zimbabwe, Indien und Pakistan oder Irak und Saudi-Arabien: Eine neue Abschottung hat weltweit Konjunktur, obwohl das Ausmaß globaler Vernetzung es illusorisch erscheinen lässt, durch den simplen Bau einer Mauer die Probleme der Gegenwart lösen zu können. Diese neuen Mauern gleichen für Brown daher eher theatralischen Inszenierungen und sind Ausdruck eines Bedürfnisses nach Übersichtlichkeit und einfachen Lösungen in einer immer komplexer werdenden Welt. Sie markieren einen schmerzhaften Niedergang nationaler Souveränität.
Japanese Aero-Engines 1910-1945
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Detailed contribution to a seldom-covered aspect of aviation history, the creation and development of all the many engines produced by Japanese aviation manufacturers from the First World War to the Second.
Neoliberal rationality -- ubiquitous today in statecraft and the workplace, in jurisprudence, education, and culture -- remakes everything and everyone in the image of homo oeconomicus . What happens when this rationality transposes the constituent elements of democracy into an economic register? In Undoing the Demos , Wendy Brown explains how democracy itself is imperiled. The demos disintegrates into bits of human capital; concerns with justice bow to the mandates of growth rates, credit ratings, and investment climates; liberty submits to the imperative of human capital appreciation; equality dissolves into market competition; and popular sovereignty grows incoherent. Liberal democratic practices may not survive these transformations. Radical democratic dreams may not either. In an original and compelling argument, Brown explains how and why neoliberal reason undoes the political form and political imaginary it falsely promises to secure and reinvigorate. Through meticulous analyses of neoliberalized law, political practices, governance, and education, she charts the new common sense. Undoing the Demos makes clear that for democracy to have a future, it must become an object of struggle and rethinking.
The ideal of tolerance is only invoked once there is a conflict. But what does it mean to answer a conflict with a call for tolerance? Is tolerance a way of resolving conflicts or rather a means of sustaining them? Does tolerance help to turn conflicts into productive tensions or does it perpetuate underlying power relations? To what extent does tolerance hide its involvement with power and thereby constitute a form of de-politicization? Two major theoreticians and critics of tolerance – Wendy Brown and Rainer Forst – discussed such questions at the ICI Berlin, organized and moderated by Antke Engel. In an intense debate, in which fundamental issues between different critical traditions became visible despite political similiarities, both scholars discussed different notions of tolerance, their normative premises, limits, and political implications.
Zu Beginn des dritten Jahrtausends ist die Situation der Demokratie paradox: Einerseits sind mehr Staaten denn jemals zuvor demokratisch verfaßt, andererseits nehmen die Krisensymptome in den Staaten, die einstmals so etwas wie eine demokratische Avantgarde bildeten, zu: Die Wahlbeteiligung sinkt, schillernde Persönlichkeiten wie Silvio Berlusconi oder Nicolas Sarkozy gewinnen an Bedeutung, Wahlkämpfe geraten zu schalen Marketingkampagnen. Colin Crouch hat all diese Trends in dem Band „Postdemokratie“ präzise auf den Punkt gebracht. In diesem Band setzen sich nun acht herausragende politische Denkerinnen und Denker mit dem Zustand und den Perspektiven der am wenigsten schlechten aller Regierungsformen (Winston Churchill) auseinander, die tageszeitung sprach von einem »Who's who der internationalen linken Theorie«. Der Diskussionsband enthält Beiträge von Giorgio Agamben, Alain Badiou, Daniel Bensaïd, Wendy Brown, Jean-Luc Nancy, Jacques Rancière, Kristin Ross und Slavoj Žižek.


