Philip Kurz Bücher



Das Forschungsprojekt der Wüstenrot Stiftung zur modernen Architektur der DDR zieht eine erste Zwischenbilanz zum baulichen Erbe der DDR. Es beleuchtet den Umgang damit und die denkmalpflegerischen Herausforderungen. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein großes Spektrum an Bauaufgaben untersucht. Ziel war es einen größeren, exemplarischen Überblick über das Bauerbe dieser Epoche zu schaffen. Die Publikation versammelt 15 Fachautoren, die sich mit der Architektur der DDR in ihren Beiträgen aus der Perspektive der Architektur- und Bautechnikgeschichte, der Denkmalpflege und der Ingenieurwissenschaften auseinandersetzen. Hierbei werden Eigenarten und Werte der DDR-Architektur thematisiert, der bisherige Umgang resümiert und Perspektiven für die Denkmalpflege aufgezeigt. Die Durchführung des Forschungsprojekts sowie Konzept und Redaktion der Publikation oblagen Dr. Roman Hillmann. Im Rahmen ihres Denkmalprogramms setzt die Wüstenrot Stiftung wertvolle Denkmale instand und gibt ihnen damit eine Zukunft. Ergänzt wird das Programm durch die systematische Suche nach neuen denkmalpflegerisch relevanten Erkenntnissen sowie deren Dokumentation und Veröffentlichung.
CCSA Topics - 2: Faschismus und Architektur
Max Bächers Auseinandersetzung mit Albert Speer
- 276 Seiten
- 10 Lesestunden
Der Architekt, Hochschullehrer, Juror und Kritiker Max Bächer traf 1973 auf Albert Speer, den Architekten, NS-Rüstungsminister und verurteilten Kriegsverbrecher. Das bisher unveröffentlichte Protokoll dieser Begegnung ist für Frederike Lausch der Ausgangspunkt, Max Bächers intensive Beschäftigung mit der Architektur im Faschismus zu analysieren. Bächer hielt ab 1971 mehrere Vorträge zur Architektur der NS-Zeit, in denen er auch vor den Gefahren gegenwärtiger faschistischer Tendenzen warnte. Das Gespräch mit Albert Speer mündete in eine scharf formulierte Abrechnung, nachdem dieser 1978 seine Entwürfe ohne Selbstkritik als Bildband veröffentlicht hatte. Als Speers Buch Mitte der 1980er Jahre erneut debattiert wird, fordert Bächer eine ideologiefreie Diskussionskultur ein.Die Wüstenrot Stiftung hat diese Ausgabe der CCSA TOPICS und die vorangegangene Forschungsarbeit durch ein Fellowship für Frederike Lausch ermöglicht. (Quelle: Verlag).