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Jo Röttger

    Wilson's World
    Weit ist der Weg nach Westen
    Quer zum Strom
    • Quer zum Strom

      Die Elbe – Ein Blick – Hundert Bilder

      Große Flüsse verbinden Menschen und bergen Mythen. Sie sind Wege der Kommunikation und imperialer Macht, Schauplätze von Träumen und gescheiterter Hoffnung, auf ihnen werden Lebensmittel ebenso transportiert wie tödliches Kriegsgerät. Als einen solchen mythischen Ort des Lebens zeigt dieses Fotobuch die Elbe. Vom Balkon eines Blankeneser Kapitänshauses fotografierte der Hamburger Fotograf Jo Röttger den Fluss über mehrere Jahre – stets mit demselben Blick, immer im selben Bildausschnitt, wieder und wieder. Im Hintergrund ist eine Werft zu sehen, deren Helgen sich wie ein Tor in die Landschaft öffnet und dem Fadenkreuz eines Suchers gleicht, auf der Bühne im Vordergrund vollziehen sich die Metamorphosen des Lebens auf dem Wasser: Dort spielen Wellen, Wolken und Wind, wechseln Tages- und Jahreszeiten, ziehen Containerriesen, U-Boote und alte Frachtsegelschiffe vorbei, Strandspaziergänger durchqueren das Bild. Als streng serielle Fotoarbeit angelegt, beziehen die Bilder in diesem Buch ihren Reiz aus dem Wechselspiel eines fixierten Bildrahmens und der unablässigen Variation seiner Inhalte, von konzentrierter Ruhe und ständiger Bewegung.

      Quer zum Strom
      3,0
    • Weit ist der Weg nach Westen

      • 247 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Im Winter 1945 verließ Marion Gräfin Dönhoff ihre Heimat Quittainen in Ostpreußen und flüchtete zu Pferd 1500 Kilometer westwärts. Sechzig Jahre später hat ihre Großnichte, die Journalistin Tatjana Gräfin Dönhoff, diese Flucht zum Anlass genommen, um den nördlichen Teil Polens zu erkunden. Ihre Erlebnisse und die Reise in die Vergangenheit Ostpreußens hat sie zusammen mit Fotograf Jo Röttger anschaulich dokumentiert. Dabei zeichnet sie ein facettenreiches Porträt einer bezaubernden Landschaft und ihrer Bewohner. In ihrem Reisebericht stellt die Autorin Lebensgeschichten älterer und junger Bewohner Pommerns und Masurens vor und erzählt von unterschiedlichen Lebenskonzepten, Träumen und Hoffnungen sowie dem bis heute schwierigen Umgang mit der deutsch-polnischen Geschichte. 217 Fotografien von Jo Röttger illustrieren die persönlichen Geschichten und vermitteln großartige Ansichten einer von der bewegten Geschichte des 20. Jahrhunderts geprägten Landschaft. Das Werk ist das erste zeitgeschichtliche Buch über das heutige Polen nach dem EU-Beitritt und enthält zahlreiche einfühlsame Bilder aus einer Welt, die Deutschland gleichzeitig nah und fremd ist. In Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung Die Zeit und Die ZeitReisen.

      Weit ist der Weg nach Westen
    • Wilson's World

      • 210 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Kann man ein Buch über Robert Wilson machen, ohne die Ergebnisse seiner Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen – Bühnenbilder, Spielszenen, Licht und Projektionen? Jo Röttger hat es getan und es ist ein ein erstaunliches Buch geworden. Er hat Robert Wilson auf seinem rastlosen globalen Flug begleitet. Im Watermill Center, Long Island, in seinem Apartment in New York, bei Vorbereitungen und Proben zu verschiedenen Inszenierungen in Warschau, Paris, Berlin und Taiwan, bei der Begegnung mit Derwischtänzern in Istanbul und Athen, bei der Eröffnung der VOOM Ausstellung in New York. Der Fotograf hat sich diskret im Hintergrund aufgehalten und geduldig beobachtet. Seine Bilder zeigen den Ursprung, die Eckpfeiler und verschiedene Figuren eines vielschichtigen Koordinatensytems und sie zeigen, wie mit Liebe, Präzision und größter Sorgfalt neue Facetten eingeflochten werden. Stein um Stein wird gesetzt, wie in einem Brettspiel ohne Anfang und Ende, nicht um unverrückbar Positionen zu definieren oder zu halten, sondern als Ausgangs- oder Anknüpfungspunkt für eine ständig wachsende Zahl an möglichen Konstellationen. Wir sehen, wie Energie geschöpft und verbraucht wird und begreifen, dass alles im Fluss bleiben und vieles ausprobiert werden muss, wenn etwas Gutes gelingen soll. Das Buch ist ein großer Kunstgenuss und wie ein guter Theaterabend entlässt es den Zuschauer mit dem Gefühl, eine Menge Arbeit vor sich zu haben.

      Wilson's World