Gratisversand in ganz Deutschland!
Bookbot

Richard Sturn

    Kapitalismus und Freiheit
    Individualismus und Ökonomik
    Der gebührenfreie Hochschulzugang und seine Alternativen
    Commons Ökonomie. Nachhaltig, resilient, effizient?
    Der Staat in der großer Transformation
    Blockchained?
    • Individualismus und Ökonomik

      Modelle, Grenzen, ideengeschichtliche Rückblenden

      • 398 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Die Theorien großer britischer Denker wie Hobbes, Locke, Hume und Smith sowie die Arbeiten von Karl Marx haben einen entscheidenden Einfluss auf unser Verständnis moderner Gesellschaften. Dieses Buch nutzt deren Ideen, um die Leistungen, Vorzüge und Entwicklungsmöglichkeiten der modernen individualistischen Sozialtheorie zu analysieren und die damit verbundenen Probleme zu beleuchten. Dabei werden Annahmen sichtbar, die eng mit dem normativen Selbstverständnis individualistischer Gesellschaften verwoben sind, oft unbemerkt bleiben. Eine unkonventionelle Sicht zur Praxisrelevanz wird entwickelt, die über die übliche Reduktion auf die Ökonomik als technische Wissenschaft hinausgeht. Die spezifische Praxisrelevanz der Ökonomik manifestiert sich auf anderen Ebenen, insbesondere in der kommunikativen „Infrastruktur“ des Expertendiskurses und dem Einfluss auf ökonomische Weltbilder. Zudem wird die Arbeitsteilung zwischen verschiedenen sozialtheoretischen Ansätzen thematisiert. Durch die Rekonstruktion des Marxschen Historischen Materialismus und die Diskussion der Grundlagen der Neoklassik werden Anknüpfungspunkte für diese Arbeitsteilung identifiziert. Die Bedeutung irreduzibel sozialer Aspekte wird hervorgehoben, wobei funktionalistisch-evolutionstheoretische Argumentationen und sprachliche Verständigung als Erklärungsansätze dienen. Exemplarisch werden die Interdependenzen zwischen Politik, Produktion und Familie betrachtet. Der

      Individualismus und Ökonomik
    • Die seit einigen Jahren diskutierte „Krise des Liberalismus“ beleuchtet das komplexe Verhältnis von Wirtschaftsliberalismus und anderen liberalen Werten. Von Karl Marx bis Milton Friedman haben verschiedene Denker die Dynamik von Kapitalismus und Freiheit untersucht. Die neoliberale Wende versprach nicht nur Wohlstand, sondern auch Autonomie und Wahlfreiheit. Doch immer wieder zeigen sich Spannungen und Paradoxa dieser Dynamik. Die populistisch-ausgrenzenden Gegenbewegungen werden von Wirtschaftsliberalen wie Rainer Hank als Ausdruck von Selbstzufriedenheit interpretiert. Gleichzeitig erzeugen Wettbewerb und Globalisierung Zwänge, die auch Unbehagen bei denjenigen hervorrufen, die nicht selbstzufrieden sind. Schumpeter wies darauf hin, dass negative Folgen von Innovationen oft die „Modernisierungsverlierer“ betreffen. Digitale Technologien und Globalisierung überfordern viele, und der Einzelne ist diesen Entwicklungen oft ausgeliefert. Die Aufsätze in diesem Band analysieren zentrale Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven. Themen wie Digitalisierung, Haftungsprinzip, Frauen und Arbeitsmarkt sowie Caring werden durch empirische und theoretische Arbeiten zur Wechselbeziehung von Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft ergänzt. Die Beiträge untersuchen unter anderem die Interdependenz von ökonomischer und politischer Ordnung, die Illusion des bedingungslosen Grundeinkommens und den Einfluss von Macht und Diskriminierung auf

      Kapitalismus und Freiheit
    • Dem Markt vertrauen?

      Beiträge zur Tiefenstruktur neoliberaler Regulierung

      „Neoliberalismus“ ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern hat sich in den letzten Jahrzehnten als geschichtsmächtige Strömung etabliert. Seine Resilienz und Anpassungsfähigkeit an verschiedene ökonomische und politische Konstellationen überraschen viele. Der Band untersucht die Ressourcen, die zum „befremdlichen“ Überleben diverser neoliberaler Politikvarianten beigetragen haben. Es wird erörtert, warum Intellektuelle, Politiker und Wähler dem Markt oft mehr Vertrauen schenken als der Politik und inwieweit dieses Vertrauen anhält oder bricht. Die Autoren beleuchten verschiedene Ebenen, darunter die Rolle von „Ideen-Vermittlern“ in zivilgesellschaftlichen Institutionen. Zudem werden Fallbeispiele analysiert, die zeigen, wie in konkreten Herausforderungen argumentiert wurde, dass es vernünftig sei, dem Markt den Vorzug zu geben. Beispielsweise wird die (Re-)Privatisierung der Altersvorsorge thematisiert und die Überzeugung, dass große Unternehmen langfristig durch Wettbewerb reguliert werden. Diese Fallstudien werden in den Kontext allgemeiner Analysen von Politik- und Marktversagen eingeordnet, um die Wirkungen neoliberaler Politik besser zu verstehen.

      Dem Markt vertrauen?
    • Klimawandel, Digitalisierung und Spannungen globaler Integration könnten eine große Transformation bewirken, die Herausforderungen mit sich bringt, die Märkte allein nicht bewältigen können. Hier kommt die Politik ins Spiel, doch steht sie nicht selbst in der Krise? Die Beiträge in diesem Jahrbuch analysieren die anstehenden Probleme: Welche Schwierigkeiten sind mit Transformationsprozessen verbunden? Sind sie überhaupt gestaltbar? Welche Verteilungsprobleme sind erkennbar? Zudem werden Bedingungen erörtert, die notwendig sind, um demokratische Politik wieder als Lösungsmechanismus zu etablieren: Gibt es Probleme, die demokratische Mechanismen überfordern? Inwiefern hat die neoliberale Kritik an Politikversagen die lösungsorientierten Potenziale der Politik geschädigt? Kann politische Polarisierung die Problemlösung fördern oder stellt sie ein Hindernis dar? Welche Rolle spielt der unternehmerische Staat? Die Themen umfassen Institutionen des Kapitalismus, die Krisen des globalen Kapitalismus, Agentenbasierte Modellierungen von Transformationsprozessen, die Globalisierung der Verhaltenspolitik und die Beziehung zwischen Neoliberalismus und Demokratie. Die Diskussionen zielen darauf ab, die Herausforderungen und Chancen der gegenwärtigen Transformationen zu beleuchten und die Rolle der Politik in diesem Kontext zu hinterfragen.

      Kapitalismus, Globalisierung, Demokratie