Fyodor Dostoyevsky Bücher
Fjodor Dostojewski ist bekannt für seine tiefgründigen psychologischen Romane, die sich mit der Komplexität der menschlichen Seele und moralischen Dilemmata auseinandersetzen. Seine Werke erforschen Themen wie Glauben, Zweifel, Leiden und Erlösung mit einer Intensität, die den Leser zur Selbstreflexion anregt. Dostojewski erschafft meisterhaft Charaktere, die mit inneren Konflikten und gesellschaftlichem Druck ringen. Sein einzigartiger Stil und sein scharfer Einblick in die menschliche Natur machen ihn zu einem der einflussreichsten Schriftsteller der Weltliteratur.







Die Brüder Karamasow
Gebunden in feingeprägter Leinenstruktur auf Naturpapier, mit Schutzumschlag und Goldprägung
Dostojewskis monumentale Familienchronik »Die Brüder Karamasow«, 1880 erstmals erschienen, nannte Sigmund Freud den »großartigsten Roman, der je geschrieben wurde«. In kaum einem anderen Werk von weltliterarischem Rang verbinden sich ungeheure Motivfülle und geradezu magische Erzählkunst ähnlich virtuos wie hier: Vor dem Hintergrund einer packenden Kriminalgeschichte, dem gewaltsamen Tod ihres despotischen Vaters, führt das Schicksal der drei ungleichen Brüder Dmitri, Iwan und Alexej den Leser tief in die beklemmenden Abgründe der menschlichen Seele. Jetzt als edle Dünndruckausgabe! Ausstattung: Dünndruckreihe
Verbrechen und Strafe
- 766 Seiten
- 27 Lesestunden
Raskolnikow entstammt einer verarmten bürgerlichen Familie. In der schrankähnlichen Enge seines Zimmers ist der »euklidische Verstand«, der der Diener des Lebens sein sollte, zum Herrscher geworden. Raskolnikow ist Utilitarist. Um eines naturgemäß unklar gefaßten Begriffs des wissenschaftlichen oder sozialen Fortschritts willen, scheint es ihm erlaubt, eine alte Wucherin, die »nicht besser als eine Laus ist«, zu töten und mit dem geraubten Geld sein Studium zu finanzieren. Sein Herz wehrt sich ebenso wie sein Unterbewußtsein gegen die geplante Tat, doch von sozialer Not gedrängt und gefangen in lebensfeindlichen Ideen, wird er zum Mörder. Das Delirium und die grenzenlose Einsamkeit, die dem Verbrechen folgen, lassen ihn erkennen, daß die Funktionen des »euklidischen Verstandes« nicht die einzige bestimmende Dimension der menschlichen Persönlichkeit ausmachen. Leidvoll, aber bereichert durch die einfühlsame Scharfsicht des Untersuchungsrichters Porfirij und durch die frisch erwachte Liebe zu Sonja Marmeladowa, erfährt er, daß der Weg aus der Vereinsamung nur über Geständnis und Strafe führen kann. Auch wenn die »Reue« ihm eher fremd ist, die Liebe errettet ihn schließlich.
Der Großinquisitor. Russisch/Deutsch
Dostojewskij, Fjodor M – zweisprachige Ausgabe; Originalversion mit deutscher Übersetzung
- 99 Seiten
- 4 Lesestunden
The Grand Inquisitor is a parable told by Ivan to Alyosha in Fyodor Dostoevsky's novel, The Brothers Karamazov. Ivan and Alyosha are brothers; Ivan is a committed atheist and Alyosha is a novice monk. The Grand Inquisitor is an important part of the novel and one of the best-known passages in modern literature because of its ideas about human nature and freedom, and because of its fundamental ambiguity.
Die Reihe präsentiert bedeutende Werke der Weltliteratur in einer aktualisierten Rechtschreibung gemäß den Duden-Vorgaben. Klara Neuhaus-Richter sorgt dafür, dass diese Klassiker für heutige Leser zugänglicher sind, ohne den ursprünglichen Inhalt und Stil der Werke zu verlieren.
Die zehnbändige Piper-Ausgabe der Werke von F. M. Dostojewski in der Übersetzung von E. K. Rahsin ist die bekannteste deutsche Edition. Sie zeichnet sich durch ihre sprachliche und historische Nähe zum russischen Original aus und umfasst das vollständige Werk des bedeutenden russischen Dichters.
Aufzeichnungen aus dem Untergrund
- 180 Seiten
- 7 Lesestunden
Die Abrechnung eines Zukurzgekommenen – Urbild aller Wutbürger, Menschen- und Weltverächter Ein ehemaliger Beamter sitzt verbittert in seiner Kellerwohnung am Stadtrand von St. Petersburg und klagt die Welt an. Obwohl erst in den Vierzigern, hat er seinen Dienst quittiert und lebt von einer kleinen Erbschaft mehr schlecht als recht. Was seinen Furor erregt, ist der »moderne Mensch« und die von diesem geprägte Gesellschaft. Mit hemmungsloser Offenheit berichtet er auch über seine eigenen Erfahrungen des Scheiterns, von Entfremdungen und Missverständnissen. Je weiter er sich in seine Generalabrechnung hineinsteigert, desto unerbittlicher wird er gegen sich selbst. Dostojewskis meisterliche psychologische Studie besticht durch die Suggestivkraft einer durch und durch radikalen Selbst- und Weltbeschreibung. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Autors am 11.11.2021 erscheint dieses große kleine Werk in Neuübersetzung durch Ursula Keller.
Nicht nur die russische Politik, auch die westliche Berichterstattung über den Angriffskrieg Russlands greift immer wieder auf einen Fundus an Zuschreibungen zurück, in dem der den Russen so vertraute Dostojewski eine zentrale Rolle spielt. Sein Tagebuch eines Schriftstellers wurde lange vernachlässigt, dabei ist es nicht nur für sein literarisches Werk von zentraler Bedeutung. Es geht darin um das Selbstbild der Russen, um das russische Wesen, um ein Konzept von Aufklärung, in dem das Fühlen das Denken dominiert, um die Einheit Russlands und seine vermeintliche Beschützerrolle gegenüber den übrigen slawischen Völkern, um die Notwendigkeit von Krieg. Im Mittelpunkt aber steht das Konzept des Russischen im Vergleich zum Europäischen – eine Beziehung, die Dostojewski zufolge stets von Missverständnis und Misstrauen der Europäer gegenüber den Russen geprägt war. Die Aktualität der von Walter Koschmal aus dem umfangreichen Tagebuchwerk ausgewählten und nach 100 Jahren erstmals übersetzten Texte ist frappierend. Es werden tief verankerte traditionelle Denkweisen offenbar, die ihre Relevanz mit dem Ende des 19. Jahrhunderts zweifellos nicht verloren haben. Im Gegenteil, 2022 trat die Gefahr eines von Dostojewskis fast grenzenloser Russophilie abgeleiteten russischen politischen Denkens und Handelns erschreckend klar in unseren Alltag.
Die Brüder Karamasoff
- 1325 Seiten
- 47 Lesestunden
Das Problem von Freiheit, Verbrechen, Schuld und Strafe, sowie die Polarität zwischen Gut und Böse bestimmen das Werk Dostojewskis. In »Die Brüder Karamasow« erfahren diese Themen ihre letzte vollendete literarische Gestaltung. Dostojewskis letzter und bedeutendster Roman erzählt von der Idee der absoluten Freiheit, die für den Skeptiker und Atheisten Iwan Karamasow auch die Idee des Vatermordes einschließt ... Ein packender Kriminalroman, eine ergreifende Familienchronik, ein beklemmendes Psychogramm der menschlichen Existenz - Dostojewskijs letzter und größter Roman. Mit Nachwort und Zeittafel von Horst-Jürgen Gerigk


