Im Einzelnen zeichnen sich die Beitrage durch historische Differenziertheit und reichen Detailkenntnis aus. Indem Ursprunge, Bruche, Umbesetzungen oder Verschiebungen wie auch der internationale Transfer der Begriffe deutlich gemacht wird, entstehen gleichsam geschichtliche Landkarten mit diskontinuierlichen und sich verzweigenden Wegen, die das labyrinthische Schicksal asthetischer Terminologien mit wichtigen Orientierungsmarken versehen. (...) Ein seit langem bestehendes Desiderat wird (damit) erfullt. Ein modernes historisches Worterbuch der Asthetik, Kunst- Kultur- und Medienwissenschaft existiert nicht, zumal sich die Asthetischen Grundbegriffe ausdrucklich als "inter- und transdisziplinar angelegtes Nachschlagewerk nicht nur an "Lehrende und Studierende aller Asthetischen Disziplinen," sondern auch an eine interessierte Offentlichkeit" wenden. (...) Verfolgt wird kein neutraler enzyklopadischer Anspruch, vielmehr versteht sich das Worterbuch als historische Orientierung im Zeitalter begrifflicher Diversifizierung, als handhabbares Kommunikations- und Arbeitsinstrument, das die Faden seiner Darstellung regelmaig bei zeitgenossischen Debatten und Forschungsdiskussionen aufnimmt, um von dort her Aufgang und Untergang der betreffenden Begrifflichkeiten nachzuzeichnen. Dieter Mersch, Darmstadt Deutsche Zeitschrift fur Philosophie
Burkhart Steinwachs Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 973: Geisteswissenschaften heute
Eine Denkschrift
- 209 Seiten
- 8 Lesestunden
Die hier vorgelegte Denkschrift ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes, das auf Anregung des Wissenschaftsrates und der Westdeutschen Rektorenkonferenz an der Universität Konstanz durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt des Projektes stand die geisteswissenschaftliche Forschung. Die Arbeitsgruppe, deren Mitglieder mit den Autoren der Denkschrift identisch sind, konzentrierte sich fachübergreifend auf die Untersuchung von umfassenden Problemfeldern, die für die Legitimation und die zukünftige Rolle der geisteswissenschaftlichen Forschung aus wissenschaftshistorischer, wissenschaftssystematischer und wissenschaftstheoretischer Perspektive von besonderem Belang sind. Der Band enthält fünf Kapitel: 1. »Die Geisteswissenschaften im System der Wissenschaft« (Jürgen Mittelstraß) 2. »Die Paradigmatik der Geisteswissenschaften im Dialog der Disziplinen« (Hans Robert Jauß) 3. »Humanistische und naturwissenschaftlich-technische Bildung: Die Erfahrung des 19. Jahrhunderts« (Wolfgang Frühwald) 4. »Wie sozial ist der Geist der Wissenschaft?« (Reinhart Koselleck) 5. »Geisteswissenschaften und Medien« (Burkhart Steinwachs)