Feministische Wissenschaftstheorie
- 299 Seiten
- 11 Lesestunden
Kann Wissenschaft, die in westlichen, männlichen, bürgerlichen Bestrebungen verwurzelt ist, dennoch für emanzipatorische Zwecke genutzt werden? In diesem bedeutenden Beitrag zur Debatte über die Rolle, die Geschlecht im wissenschaftlichen Unternehmungen spielt, verfolgt Sandra Harding diese Frage. Sie untersucht, wie wissenschaftliche Praktiken und Theorien durch Geschlechterperspektiven beeinflusst werden und fordert eine kritische Reflexion über die Annahmen, die der Wissenschaft zugrunde liegen. Harding argumentiert, dass eine feministische Wissenschaftstheorie nicht nur die bestehenden Wissensstrukturen hinterfragen, sondern auch neue Wege zur Erkenntnisgewinnung eröffnen kann. Durch die Analyse von Geschlechterverhältnissen in der Wissenschaft zeigt sie auf, wie diese die Forschungsergebnisse und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Wissenschaft beeinflussen. Das Buch bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Verbindung zwischen Geschlecht und Wissen und regt dazu an, die Wissenschaft als ein Feld zu betrachten, das von sozialen und politischen Dynamiken geprägt ist.


