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Anke Velmeke

    Luftfische
    Hinketanz
    Luftfische
    • Lene ist dreizehn und kein Kind mehr. Mit ihrem Vater, dem »Dachdecker«, redet sie nicht. Die selbsterrichtete Mauer des Schweigens ist nur zu verständlich, denn dieser ist ein wahres Monster, eine prügelnde »Wutmaschine«, unter der nicht nur sie, sondern auch »die Frau« und die Brüder zu leiden haben. Lene ist die einzige in der Familie, die sich wehrt: Mit einem gezielten Tritt in seine »Nacktschnecke« verschafft sie sich Ruhe und Respekt. Die Mutter flüchtet in Apathie und Alkohol. Der Geliebten ihres Mannes gegenüber zeigt sie sich sogar dankbar für das Mittragen der »Manneslast«. Am Ende stirbt sie an Krebs. Bei der Trauerfeier erkennt Lene, daß sie aus einem anderen Holz als die Mutter geschnitzt ist: Selbstbewußt blickt sie in die Zukunft. Auf unsentimentale, ironische, fast spielerische Weise erzählt Anke Velmeke vom Erwachsenwerden hinter der Kleinstadt-Fassade einer (scheinbar) normalen Familie.

      Luftfische
    • Vier sind einer zuviel - zumindest für Teres, die mit ihren beiden Männern Bett und Leben teilt. Jupp, der gutmütige Möchtegern-Schlagzeuger, fühlt sich wohl in dieser Menage à trois. Der sensible Gitarrist Karl hingegen gerät in einen selbstzerstörerischen Sog, der ihn auf immer skurrilere Ideen bringt. Als seine Gummibärchendiät nicht mehr wirkt, greift er zu härteren Mitteln. Und dann taucht auch noch Sabeth auf ... Spielerisch, präzise und mit lakonischem Humor erzählt Anke Velmeke von einer verrückten Liebe in der Kleinstadt. Dabei gelingen ihr poetische Bilder, die man nicht so schnell vergisst. Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz

      Hinketanz
    • Luftfische

      Roman

      • 156 Seiten
      • 6 Lesestunden

      „Damit lockte er sie, mit Lakritz, sie, die eigentlich keine Süßigkeiten mochte, aber Lakritz, schwarz, sie konnte nicht einfach schwarz sagen, mußte es immer zweimal sagen, schwarz, schwarrrz! Keine Farbe. Sie wand sich, schlängelte sich, wenn er unschuldig die Fäuste vor sich hielt, als wisse er nicht, was sie umschlossen, sie dann öffnete, und die Schnecken aufblitzten, Lakritzschnecken, doppelte Doppelschnecken, über denen die rauhen Finger sich schlossen.“ Lene - so heißt die zentrale Figur dieses durch und durch ungewöhnlichen Romans über eine ganz gewöhnliche Familie -, Lene ist dreizehn und kein Kind mehr. Mit ihrem Vater spricht sie nicht. Sie entzieht sich seinem Zugriff, erhält immer mehr Macht und gewinnt letztendlich eine einflußreiche Position in der Familie, aus der sie ihn, ohne es zu wollen und ohne sich dessen bewußt zu sein, ganz verdrängt. Im Mittelpunkt des Romans steht die Beziehung zwischen Vater und Tochter; davon ausgehend erzählt Anke Velmeke auf unsentimentale und ironische, fast spielerische Weise von den Konstellationen innerhalb der Familie, wobei die Autorin auf jegliche Art psychologischer Reflexion verzichtet hat. Entstanden ist daraus ein Puzzle, das der Leser mit größtem Vergnügen zusammensetzen wird. Ein ungewöhnliches Debut - mit einem Kleinstadtroman, dessen Tonfall den Leser auf jeder Seite von neuem überrascht.

      Luftfische