Christopher Abani ist ein nigerianischer Autor, dessen Werk tiefgreifend von seinen Erfahrungen als politischer Häftling und Überlebender der Todeszelle geprägt ist. Seine Schriften erforschen oft Themen wie Identität, Widerstandsfähigkeit und die Komplexität des menschlichen Geistes unter Zwang. Durch lebendige Prosa und unerschrockene Ehrlichkeit schafft Abani Erzählungen, die mit tiefem Einblick in die Kämpfe und Triumphe der Marginalisierten resonieren. Seine einzigartige Perspektive bietet den Lesern eine kraftvolle Linse, durch die sie gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und die beständige Stärke der Menschheit untersuchen können.
Trained as a human mine detector, My Luck, a boy soldier in West Africa
witnesses and takes part in unspeakable brutality. At 12 his vocal cords are
cut to prevent him from screaming and giving away his platoon's presence,
should he be blown up.
Chris Abanis Debütroman erzählt die Geschichte von Elvis Oke, einem Teenager, der im chaotischen, überquellenden und bunten Ghetto Maroko in Lagos, der Hauptstadt Nigerias, sein hartes Leben führt. Von amerikanischen Filmen, Büchern und Musik inspiriert, versucht sich Elvis, die Haut mit Schichten von Make-up weiß geschminkt, als Elvis-Presley-Imitator durchzuschlagen und ein paar Dollars von Touristen zu ergattern - stoisch, unermüdlich zu blechernen Radioklängen übend. Er hat zu kämpfen mit seinem gebrochenen Vater, der Stiefmutter und seinen Stiefgeschwistern und der Gewalt des täglichen Lebens unter einem brutalen Regime. Dann läßt sich Elvis, von ständigen Geldsorgen geplagt, zu einer Reise in Lagos' kriminelle Unterwelt überreden - beschützt vom "König der Bettler", einem rätselhaften und loyalen Freund. Vor dem Zugriff des Staates und der Inhaftierung kann er Elvis dennoch nicht bewahren. Elvis übersteht, wie Chris Abani selbst, die Haftzeit und die Folter, kann sich retten und seinen eigenen Weg nach "GraceLand" finden.