Lucía Puenzo befasst sich mit Themen der Identität und Reifung, wobei sie sich oft auf die psychologische Komplexität ihrer Charaktere konzentriert. Ihre Werke erkunden die Grenzen zwischen Realität und Illusion und verwenden einen suggestiven und atmosphärischen Stil, der die Leser in die Tiefen menschlicher Erfahrung zieht. Puenzo untersucht komplexe Beziehungen und die inneren Welten von Charakteren auf eine Weise, die sowohl sensibel als auch scharfsinnig ist. Ihr Ansatz kombiniert filmische Erzähltechniken mit literarischer Tiefe und schafft so Werke, die visuell reich und emotional ansprechend sind.
In "Die man nicht sieht" von Lucía Puenzo folgt die Geschichte einem Teenagerpärchen und einem kleinen Jungen, die als unsichtbare Einbrecher in Buenos Aires agieren. Sie werden in ein gefährliches Komplott verwickelt, während sie die Abgründe der privilegierten Gesellschaft erkunden. Ein spannender Roman über Außenseiter und ihre Herausforderungen.
Ein furchtbar hässlicher Hund erzählt, wie zwei junge Mädchen aus Liebe zu Mörderinnen werden. Ein frecher, temporeicher, magischer Roman – Thelma und Louise auf Argentinisch!
Eine argentinische Familie im Citroën und ein alleinreisender Deutscher im
Chevrolet geraten in der Einöde Patagoniens in ein Unwetter. Während der
gemeinsam verbrachten Sturmnacht erregt die Kleinwüchsigkeit von Lilith, der
12- jährigen Tochter der Familie, die Aufmerksamkeit des Ausländers, der sich
José nennt. Nach der Ankunft in Bariloche quartiert sich der Fremde bei der
Familie als Untermieter ein und verspricht, das Mädchen zu behandeln. Als
er dann sogar Liliths neugeborenen Zwillingsschwestern das Leben rettet, gewinnt
er nach und nach das Vertrauen der Familie. Doch die seltsamen Skizzen
in seinem Zimmer lassen keinen Zweifel zu: José und Josef Mengele, der KZArzt
von Auschwitz, sind ein und dieselbe Person …
Lucía Puenzo greift in ihrem Roman die Fakten und Mythen rund um den in
ihrem Heimatland Argentinien untergetauchten Nazi-Verbrecher auf – es ist die
distanzierte Annäherung an einen Besessenen. Anders als Lilith, die Mengele in
kindlicher Faszination erliegt, weiß der Leser doch nur zu genau, mit welchem
Scheusal sie es zu tun hat. Ein gewagtes, ambitioniertes Buch.