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Hans D. Amade Esperer

    Jehuda Amichai alias Ludwig Otto Pfeuffer
    Die Bewohnbarkeit des Mondlichts
    • Jehuda Amichai alias Ludwig Otto Pfeuffer

      Dichter zwischen Welten - eine lyrische Biografie

      • 324 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Der vielfach ausgezeichnete Lyriker, Lyrik-Übersetzer und ausgewiesene Amichai-Spezialist, Hans D. Amadé Esperer, legt mit diesem Buch die erste umfassende Biographie des israelischen Dichters Jehuda Amichai in deutscher Sprache vor. Der Charme dieser Biographie entfaltet sich nicht nur durch die reiche Bebilderung der Lebensumstände des in Würzburg als Ludwig Pfeuffer geborenen Dichters, sondern besonders auch durch die kongenialen Übersetzungen der in den Text eingebundenen Gedichte. Dies eröffnet selbst dem Literaturkundigen ungeahnte Perspektiven. Gerade die kluge Einbettung in den jüdisch-hebräischen Kontext verleiht der Amichai-schen Lyrik eine unmittelbar anschauliche Bedeutungsebene und löst viele Rätsel auf. Wann immer möglich, greift Esperer auf Original-Töne zurück, die das Leben von Amichais Kindheit in Würzburg und das nach der Flucht ins israelische Exil sehr lebendig und authentisch erzählen. Die spezifisch jüdischen, israelischen und historischen Aspekte werden sorgfältig erklärt und damit auch nicht-jüdischen Lesern zugänglich gemacht. Eine ebenso profunde wie verständliche Einführung in Amichais dichterisches Werk runden die Biographie gewinnbringend ab.

      Jehuda Amichai alias Ludwig Otto Pfeuffer2025
    • Die Sonne überblendet das Gewebe der Welt die Mondlichtaugen sehen was sie zusammenhält In seinen Gedichten spürt Amadé Esperer dem Geheimnis des Alltäglichen nach. Er entdeckt dabei die Magie scheinbar unwichtiger Details und kann in dem unscheinbarsten En-passant-Ereignis so etwas wie eine existenzielle Epiphanie finden. Andererseits verliert er nie den Problemhorizont unserer Zeit aus den Augen, versucht die Schatten der Vergangenheit in neuem Licht zu deuten und ein Bollwerk gegen das in die Sprache hineinlärmende Hintergrundrauschen der durchtechnisierten Welt zu errichten. Dabei kommt der Bewohnbarkeit des Mondlichts eine poetische Schlüsselrolle zu. Stilistisch beherrscht der Dichter ein breites Spektrum lyrischer Formen, das von altgriechischen Oden über Sonett, Terza-rima- und Liedformen bis hin zur zeitgenössischen freirhythmischen Verskunst reicht.

      Die Bewohnbarkeit des Mondlichts2019
      3,0