Die verträumte Zeit
- 162 Seiten
- 6 Lesestunden
Der jüngste Philosophieprofessor beschließt, stumm die Welt außerhalb der Universität zu erkunden und entdeckt dabei unbekannte Emotionen. Verwirrend beginnt er mit dem Satz: „KEIN EINZIGES MAL IST SO VIEL WIE NIE“ und zieht sich in den Tumult zurück. Auf seiner Wanderung durch das Alltagsgeschehen begegnet er absurden Situationen und fragt sich, wer er wirklich ist. Ist er ein Teilchen im Puzzlespiel von Bedrohung, Liebe und Verfolgung? Seine Erlebnisse führen ihn durch verschiedene Orte und Abenteuer, geleitet von seinen Sinnen und Gedanken. Fünf Persönlichkeitsanteile treten ihm als reale Menschen entgegen, die ihn bedrohen, lieben oder verfolgen, weil er nicht in die gewohnten Rahmen passt. Philo engagiert sich übermäßig, verstört durch sein Wortlos-Sein und spiegelt den anderen ihre selbst konstruierten Gespinste vor. Am Ende trifft er eine ehemalige Studentin, die ihm hilft, sein Selbstbild aus den Puzzlesteinen seiner dissoziativen Persönlichkeit neu zusammenzusetzen. Er nennt sich fortan JONAH, Friedensbringer, und vermittelt seinen Studierenden, dass jeder seine Mission im Leben finden kann. Die Geschichte eines Mannes im Burnout zeigt, wie aus psychischen Krisen neue Wege und Aufgaben entstehen können. Die Autorin, erfahren im Umgang mit Demenzkranken, nähert sich dem Thema professionell.

