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Mercedes Spannagel

    Crashtest Dummies
    Preistexte 18
    Das Palais muss brennen
    • Das Palais muss brennen

      Roman

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Mit Rechten kann man nicht reden – aber was tun, wenn man mit ihnen verwandt ist? Abgründig, rasant und mit bitterbösem Sprachwitz erzählt Mercedes Spannagel in ihrem Debütroman von der korrupten rechten Elite, die von ihrer rebellischen Brut zu Fall gebracht wird. Als die rechtskonservative Bundespräsidentin Österreichs sich ihren neunten Windhund zulegt, holt ihre Tochter Luise einen Mops ins Palais, den sie Marx nennt. Die Waffen der präsidialen Jagdgesellschaft schmeißt sie in den Pool, das Teezimmer tapeziert sie mit Artikeln über die Verbrechen der chinesischen Regierung und als ihre Mutter sie mit einem Burschenschafter verkuppeln will, der ihr stolz den Schmiss über seiner Augenbraue zeigt, skandiert sie: »Mensur ist Menstruationsneid!« Mit ihren Freunden streift Luise durch die Straßen Wiens und schmiedet Pläne, die Regierung zu stürzen. Eine Kunstaktion auf dem Opernball soll das Land verändern – doch es läuft nicht ganz so, wie sie es sich gedacht haben.

      Das Palais muss brennen
      3,2
    • Von kleinen Ausbrüchen aus Kinderwelten, vom harten Leben eines Objektbewachungsbeauftragten, vom Fehlen von Schärfe im Alltag, vom Jaulen der Motorsägen in den Wäldern der Karpaten, von einer Flucht unter Lebensgefahr und einem Neuanfang im Exil, von szenischen Versuchsanordnungen, von den widersprüchlichen Abgründen unserer Gegenwart, von Lachsmenschen flussaufwärts, von Frauen, die nachts in Büros putzen und ihre Körper für die Zukunft ihrer Kinder verkaufen, erzählt dieses Buch. Texte, die das Fremdsein nicht allein geografisch verorten und die zeigen, dass Vereinfachungen und stereotype Zuschreibungen zu kurz greifen, nicht zuletzt, weil sie den Menschen nicht gerecht werden.

      Preistexte 18