Inhaltsverzeichnis: ADAM VON TROTT ZU SOLZ / Ein böser Traum. Mit Nachbemerkung von Benigna von Krusenstjern S. 5 ROBERT BYRON / Nürnberg 1938. Mit Vorbemerkung von Niklas Hoffmann-Walbeck S. 10 UTA GOSMANN / Die weiße Seite. Gedichte S. 35 CÉCILE WAJSBROT / Verlorene Generation oder Die Macht der Namen S. 37 AGI MISHOL / Schutzraum. Gedichte S. 50 NIKOLA MADZIROV / Poesie der Unzugehörigkeit S. 55 ALEKSANDAR TIŠMA, ACHIM ENGELBERG / Nachruf auf eine kosmopolitische Stadt. Gespräch über Novi Sad und das Schreiben als Obsession S. 59 ALEXANDRU BULUCZ / Symbolische Gleichung. Gedichte S. 71 GABRIELA ADAMEŞTEANU / Die geheime Villa S. 73 MIRCEA CĂRTĂRESCU / Schwarzer Regenbogen. Gedichte. Mit Nachbemerkung von Ernst Wichner S. 80 KLAUS-JÜRGEN LIEDTKE / Lapponia S. 90 AGNE ŽAGRAKALYTĖ / Akropolis. Gedichte S. 98 BENJAMIN FRANKLIN / Das Wörterbuch des Trinkers. Mit Vorbemerkung von Jürgen Overhoff S. 101 CHRISTA BÜRGER / Spröde Individualitäten. Zu Friederike Helene Ungers »Bekenntnissen einer schönen Seele« S. 111 IRIS RADISCH / Die Wand des Lebens und der Literatur. Abschied von Martin Walser S. 121 JÖRG AUFENANGER / Antonin Artaud in Berlin 1930–32 S. 124 SARA RUKAJ / Man darf auch bei Winzigkeiten nicht dumm sein. Über Markus Werner S. 130 SEBASTIAN GUGGOLZ / Akustik und Magie. Über Gisela von Wysocki S. 132 HARTMUT HABERLAND, PETER EISENBERG / Lars Gustafsson – auf der Suche nach gutem Deutsch S. 136 ANMERKUNGEN S. 142 Website
Klaus-Jürgen Liedtke Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Krieg, Flucht, Vertreibung, Ostpreußen und Westdeutschland – Versöhnung durch Erinnerung. „Nachkrieg“ ist ein anderes „Echolot“ deutscher Geschichte „Nachkrieg“ ist ein Roman, der sich aus den Resten einer untergegangenen Welt zusammensetzt, gefunden von einem Stimmensammler, einem Protokollanten des Vergangenen. Aus Tagebuchaufzeichnungen zweier Onkel, die bei Kriegsende starben, aus Briefen, Erzählungen, Reisenotizen, essayistischen Reflexionen und verschlungenen Spuren setzt sich die berührende Nachkriegs-Autobiografie von Klaus-Jürgen Liedtke zusammen. Im Nachleben eines verschwundenen Dorfes, das nur noch als Gerücht und in Ruinen und Fundamenten weiterlebt, wird der Untergang des deutschen Ostens in einem detailgenauen Panorama vergegenwärtigt. Es sind die Traumata eines Überlebens – vom Nachkrieg bis in die heutige Zeit.
Die versunkene Welt
- 424 Seiten
- 15 Lesestunden
Das Bild einer Zeit, einer Landschaft, menschlicher Schicksale: Die Lebensgeschichte der Bewohner von sieben Höfen des kleinen Dorfes Neu-Kermuschienen in Ostpreußen in den Jahren von 1914 bis 1944, von der ersten bis zur zweiten, endgültigen Flucht. Ein vielstimmiges Requiem auf eine versunkene Welt, zusammengetragen aus den Erzählungen der Leute und verdichtet in einer Arbeit von zwanzig Jahren. Klaus Jürgen Liedtke erweckte sie nach zwanzig langen Jahren des Zuhörens, des Aufschreibens, des Sammelns und Sortierens wieder zum Leben, in einer großen Erzählung über Heimat, Flucht und Vertreibung, zusammengewebt aus tausend kleinen Geschichten, in der Schwebe zwischen Fakten und Fiktionen. Wir sehen die Menschen der sieben Höfe eines ostpreußischen Dorfes, Kermuschienen hieß es, wir hören den unverkennbaren Tonfall ihrer Sprache, nehmen ihre Züge wahr, folgen ihren Geschicken von der ersten Flucht im Herbst 1914, als die Armee des Zaren über das Land hereinbrach, bis zur zweiten und letzten Flucht im Januar 1945, als die Rote Armee jenen Winkel der Welt eroberte, bis danach die Häuser zerfielen und die Regungen menschlichen Daseins spärlich wurden. Die Idee des Buches sei »im Grunde eine absurde«, sagte Liedtke, nämlich das »Unmögliche zu versuchen«. Es ist ihm geglückt. Er hat die kleine große Welt, von der nur noch »einige Grundmauern blieben, Scherben, Brocken von menschlichem Leben«, in die Gegenwart herübergeholt.
Das Geschmeide der Königin. Romaunt in zwölf Bänden
- 414 Seiten
- 15 Lesestunden
In Schweden, kurz nach der Französischen Revolution, wird König Gustav III. auf einem Maskenball erschossen. Ein Gerücht besagt, dass das geheimnisvolle Wesen Tintomara, ein Mädchen in Männerkleidern, den König zum Täter gelockt hat. Almqvist schafft ein romantisches Vexierspiel, das verschiedene Stile und Motive vereint.
Der Schlüssel zu allen Geheimnissen
- 157 Seiten
- 6 Lesestunden
Harte Zeiten
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
Finnland im Jahr 1867: Ein eisiger, nicht enden wollender Winter zieht sich bis in den Juni. Erst am Mittsommertag zeigt sich die Frühlingssonne, die Felder liegenbrach, an Ernte ist nicht zu denken. Hunger, Krankheit und Tod sind die Folge. Diese"harten Zeiten" bilden die Kulisse, vor der Karl August Tavaststjerna ein Bild der erschreckenden sozialen Gegensätze und desgesellschaftlichen Umbruchs in seinem Landzeichnete. Während sich die Oberschicht auf den Gutshöfen dem Luxus hingibt, kämpfen die Armen ums Überleben.