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Irene Dische

    13. Februar 1952

    Irene Dische widmet sich in ihren Werken der Untersuchung komplexer zwischenmenschlicher Beziehungen und kultureller Begegnungen mit scharfem Blick. Ihr Schreiben zeichnet sich durch präzise Sprache und die Fähigkeit aus, tiefe psychologische Motivationen der Charaktere aufzudecken. Mit Leichtigkeit wechselt sie zwischen Englisch und Deutsch, was ihre einzigartige Perspektive und ihren multikulturellen Hintergrund widerspiegelt. Die Autorin bringt eine erfrischende und originelle Stimme in die Literatur, die zum Nachdenken anregt.

    Irene Dische
    Fromme Lügen
    Zwischen zwei Scheiben Glück
    Großmama packt aus
    Esterhazy
    Veränderungen über einen Deutschen oder ein fremdes Gefühl
    Mr. Lustgarten verliebt sich
    • Man nennt ihn auch den Deutschen, den Walzer von Diabelli, über den Beethoven seine 33 Variationen komponierte. Irene Dische hat ihren großen Roman Ein fremdes Gefühl nach dieser Komposition und ihren Stimmungen geschrieben und nun vollkommen überarbeitet. Veränderungen über einen Deutschen ist die Geschichte eines Mannes, der nicht weiß, was Liebe eigentlich ist. Sein Naturell und seine Begabungen brachten ihn dazu, sich ausschließlich den Geisteswissenschaften zu verschreiben. 33 Veränderungen lassen ihn, beinahe gegen seinen Willen, all die normalen menschlichen Empfindungen erfahren, bevor er schließlich so etwas wie die fast vollkommene Liebe findet. Die Geschichte spielt vor dem Hintergrund der großen Veränderungen in Deutschland nach dem Fall der Mauer. "Ein reiches Buch. Reich an Beobachtung, Lebenserfahrung, Galle, verhaltenem Pathos. Ein ganz schwarzer Schelmenroman. Vielleicht hat Irene Dische sogar recht. 'Liebe kann nur dort entstehen, wo Hass den Boden freigetrampelt hat.'" Joachim Kaiser, Süddeutsche Zeitung Der Klassiker in neuer Bearbeitung

      Veränderungen über einen Deutschen oder ein fremdes Gefühl
      3,5
    • Mit „Esterhazy“ haben Irene Dische und Hans Magnus Enzenzberger einen modernen Klassiker geschaffen. „Esterhazy“ nicht ohne Anspielungen auf Zeitgeschichte, ist aber doch vor allem eine Liebesgeschichte voll Sehnsucht, Mut und Übermut. Und weil Michael Sowa einfach der Künstler ist, um die Großstadtmelancholie eines winzigen Hasen zu malen, ist diese humorvolle Romanze ein Geschenkbuch, das Erwachsene und Kinder gleichermaßen begeistert.

      Esterhazy
      4,0
    • Die Geschichte einer starken Frau »Großmama packt aus« zeigt das Gesamtbild bürgerlicher Familienkatastrophen. Unbarmherzig, liebevoll, hinreißend.« Michael Naumann in der ›Zeit‹ Jeder, der über sein eigenes Leben schreiben will, verstrickt sich in ein Lügenknäuel. Irene Dische umgeht dieses Dilemma genial, indem sie die Geschichte durch die Augen ihrer Großmutter Elisabeth Rother, genannt Mops, erzählt. Die Enkelin wird dem süffisanten, vorurteilsbeladenen Blick ihrer Großmutter ausgesetzt. Der Auftakt ist ein Paukenschlag: „Daß meine Enkeltochter so schwierig ist, hängt vor allem mit Carls geringer Spermiendichte zusammen.“ Damit wird das schlesisch-rheinische Familienensemble auf die Bühne gerufen. Carl, Elisabeths jüdischer Mann, konvertierte zum Katholizismus, was von Nazis und seinem neuen Erlöser nicht akzeptiert wurde. Gerade rechtzeitig entkam die Familie nach New York, während Elisabeths Brüder Nazis wurden und Carls Verwandtschaft im KZ endete. Irenes Mutter, Renate, zerschnitt gerne Leichen und erzog ihre Tochter in der Pathologie, während Disches Mann an einer fast Nobelpreis-würdigen Erfindung arbeitete. Liesel, das Faktotum, bleibt moralisch unerschütterlich und Gott ergeben. Nachdem sie der sterbenden Großmutter zu einem sanften Tod verholfen hat, kümmert sie sich um Renate und die missratene Irene, die zwar ihre Jungfräulichkeit lange verteidigt, aber wenig erreicht hat. Die Episoden dieser deutsch-ameri

      Großmama packt aus
      3,9
    • Zwischen zwei Scheiben Glück

      • 81 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Peter hat Glück. Vom langweiligen Landleben bei seinem Großvater befreit ihn sein Vater und nimmt ihn mit nach Berlin. Peter ist begeistert und genießt das neue Leben. Doch die Idylle dauert nicht lange. Berlin spielt plötzlich verrückt, in der ganzen Stadt gehen Fensterscheiben zu Bruch und Peter wird wieder zurück aufs Land geschickt. Erst viel später erfährt er den Grund.

      Zwischen zwei Scheiben Glück
      3,6
    • Der Doktor braucht ein Heim

      • 50 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Berühmt wurde der Doktor durch Irene Disches Buch "Großmama packt aus". Seinen ersten Auftritt hatte er 1990 in dieser brillanten Erzählung, in der ihn seine Tochter in ein Altenheim bringt.Der Doktor verstand es immer, sich und den Seinen ein Heim zu verschaffen, trotz aller Zumutungen durch die "Banditen" eines bösartigen Jahrhunderts. Zunächst wohnte er an der Donau, dann am Hudson River. Nun soll er sein Heim verlassen, um es gegen ein anderes einzutauschen. Der jüdische Nobelpreisträger für Chemie erinnert an die Frauen, von denen er viele hatte, Zescha zum Beispiel, die es schon lange nicht mehr gibt, was der Doktor gelegentlich vergisst; oder Gretel, seine geschiedene Frau, die von ihm nichts mehr wissen will. Und dann ist da noch die hübsche Tochter, die der Doktor, von der '"Altersheimer-Krankheit" geplagt, ständig mit anderen Frauen verwechselt und die ihn in sein neues Heim bringen soll. Das Taxi wartet schon.

      Der Doktor braucht ein Heim
      3,6
    • Ein Job

      Krininalroman

      • 154 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Ein kurdischer Killer in NY »Ein Buch wie ein Revolver – eine staubtrockene Persiflage auf die Krimis der Schwarzen Serie. Voll beißender Komik entrollt Dische einen irrwitzigen Plot … Ein kleiner, feiner Roman, ein aberwitziges Kabinettstückchen.« Peter Henning in ›Spiegel Reporter‹ »Man schreibt das Jahr 2603 des kurdischen Kalenders, als der Profikiller Alan Korkunç zum ersten Mal in seinem Leben New Yorker Boden betritt. Er spricht kein Wort Englisch, was in den Augen seiner Auftraggeber jedoch kein Nachteil ist, schließlich haben sie ihn nicht zum Plaudern angeheuert, sondern damit er mordet. Korkunç soll die Familie eines widerspenstigen türkischen Geschäftspartners auslöschen, was ihm einiges Kopfzerbrechen bereitet. Frauen und Kinder tötet er nicht gern. Aber Job ist nun einmal Job. Irene Dische stellt ihren Killer, der aus einem kurdischen Dorf stammt, in eine ihm völlig fremde Welt: ein bäuerlich schlichter Geist stolpert durch die Megalopolis. Er will cool bleiben und hart … und schafft es nicht einmal, sich in einem Diner einen Donut zu beschaffen. Diese groteske Komik zieht sich durch die ganze Erzählung – und vor lauter fehlschlagenden Versuchen, sich im Unbekannten zurechtzufinden, wird aus dem Killer, der sich als unwiderstehlicher Macho geriert, ein Suchender, der seine Lizenz zum Töten verlegt hat, dem seine Welt zu Staub zerfällt.« Volker Albers im ›Hamburger Abendblatt‹

      Ein Job
      3,3
    • Schwarz und Weiss

      • 496 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Manche Geheimnisse sind so groß, dass wir sie nicht nur vor der Welt, sondern auch vor uns selbst verstecken müssen. Im New York der frühen 70er Jahre beginnt eine Liebesgeschichte zwischen Lili, der Tochter einer weißen Intellektuellen-Familie, und Duke, einem schwarzen jungen Mann aus dem Süden. Lili, die als Krankenschwester arbeitet, und Duke, der zu einem gefeierten Weinexperten aufsteigt, erleben eine Liebe, die sowohl verheerende Zerstörung als auch Vergebung mit sich bringt. Ihr Leben ist geprägt von einem rasanten Auf und Ab voller Möglichkeiten, Verführungen und Rückschlägen, während ihre Liebe unzerbrechlich scheint. Duke erkennt die Nuancen eines besonderen Weines, während ihm die Manipulationen der Menschen oft entgehen. Lili hingegen ist perfekt für das Spiel mit der Oberfläche der Mode- und Werbewelt. Hinter ihrer Schönheit und Klugheit verbirgt sich jedoch eine mörderische Wut, die alles zu verschlingen droht. Die Erzählung durchschreitet die letzten drei Jahrzehnte des letzten Jahrtausends und beleuchtet unsere Gegenwart. Was als scharfsinniger New York-Roman beginnt, entwickelt sich zu einer brillanten Auseinandersetzung mit Projektionen, individuellen Träumen und sozialen Realitäten. Der Roman stellt große Fragen, ohne der Illusion auf Antworten zu verfallen.

      Schwarz und Weiss
      2,5