Eine neue Heimat, eine Liebe inmitten von Trümmern Nordfriesland 1945: Die deutsche Niederlage ist nur noch eine Frage von Tagen, die Besatzerarmeen rücken vorwärts. Erschöpft klopfen die neunzehnjährige Lena und ihre Schwester an die Tür des Pfarrhauses in Niebüll. Die beiden Pastorentöchter aus Pommern haben eine dramatische Flucht hinter sich und sind erleichtert, dass sie nun endlich aufgenommen werden. Vorbei die gefährlichen Nächte auf der Flucht, die ständige Angst … Die selbstbewusste Lena ist mehr als bereit, sich ein neues Leben aufzubauen, doch den Flüchtlingen steht man im Dorf skeptisch gegenüber. Einzig in dem klugen Apothekenhelfer Rainer findet Lena so etwas wie einen Freund in der neuen Heimat. Durch ihre Englischkenntnisse kann sie für die britischen Besatzer arbeiten und lernt sogar Autofahren. Am Steuer der Militärjeeps erlebt Lena das erste Mal seit Jahren wieder Momente der Freiheit. Doch die Unbeschwertheit währt nur kurz in diesem Sommer des jähen Erwachens. Ein weiterer Heimkehrer bedroht das fragile Glück, und Lenas Taten auf der Flucht holen sie ein … Ein bewegender Roman über Liebe, Krieg, Vergebung und die Schuld, die bleibt - inspiriert von der Geschichte der Großmutter der Autorin.
Hanna Aden Bücher



In "Ein Flüchtlingsfräulein im Nachkriegsdeutschland" folgt die Geschichte von Lena Buth, einer Vertriebene in Nordfriesland 1946, die mit Vorurteilen kämpft und Trost in ihrer Beziehung zu Rainer sucht. Während sie neue Lebensfreude durch Tanz und Freundschaft entdeckt, wird Rainer von seiner Vergangenheit eingeholt, was ihre Liebe bedroht.
In den frühen 1950er Jahren in München erhält die junge Margot als eine der wenigen Frauen einen Platz im Mathematikstudium an der LMU. Ihre außergewöhnlichen Fragen in einer Vorlesung ziehen die Aufmerksamkeit eines Gasthörers auf sich, der für die Operation Gehlen, den Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes, arbeitet. Er bietet ihr eine Stelle in der Decodierungsabteilung an, die sie begeistert annimmt. Doch bald muss sie feststellen, dass in dieser neuen Welt immer noch Männer das Sagen haben, und es fällt ihr schwer, sich durchzusetzen. Ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft schwinden, und sie denkt daran, zu kündigen. Nur ihre Freundin Sue ermutigt sie, ihren Weg weiterzugehen. Margot träumt von einem besseren Leben und davon, als Journalistin für die Rechte der Frauen zu kämpfen. Gemeinsam besuchen sie Diskussionsabende im Amerika-Haus, wo Margot den politisch aktiven Willi trifft. Doch die Herausforderungen ihrer Geheimdiensttätigkeit erschweren es ihr, Berufliches und Privates zu trennen. Der Roman erzählt von einer jungen Frau, die zwischen Pflicht und Freundschaft steht und den Mut findet, ihren Träumen zu folgen.